Da Waren's Nur Noch Zwei [edit]
6.21 "Da Waren's Nur Noch Zwei / Two to go"
Regie: . Drehbuch: .
Stammdarsteller:
Sarah Michelle Gellar (Buffy), Nicholas Brendon (Xander), Emma Caulfield (Anya), Michelle Trachtenberg (Dawn), James Marsters (Spike) und Alyson Hannigan als Willow.
Special Guest Star Anthony Stewart Head als Giles.
Gastdarsteller:
Danny Strong (Jonathan), Tom Lenk (Andrew), James C. Leary (Clem), Jeff Kober (Rack), Jeff McCredie (Polizist), Damian Mooney (Streifenpolizist), Michael Younger (Lastwagenfahrer), Tanoai Reed (Feuer-Dämon), Steven W. Bailey (Höhlen Demon).
Inhalt:
Willow hat Warren getötet und danach verschwunden. Buffy, Xander und Anya ist klar, dass sie die dunkle Hexe aufhalten müssen, bevor sie noch mehr Unheil anstellt. Ihr Ziel ist der Rest des Nerd-Trios: Jonathan und der Bruder von Tucker... Andrew. ;)
Anya teleportiert sich zu ihnen ins Gefängnis, um vor Willow da zu sein und versucht den Wärter zu überzeugen, die beiden frei zu lassen. Aber Willow steht schon vor dem Polizeirevier und öffnet die Gefängniszelle von außen...
Buffy kommt endlich beim Revier an und kann die beiden Nerds befreien, bevor Willow in die Zelle eingebrochen ist. Sie flehen in die Magic Box, während Willow eine neie Magiedosis benötigt. Sie sucht den Magie-Dealer Rack auf. Dawn konnte unterdessen Clem dazu überreden ihr den Weg zu Rack zu zeigen...
roadis Kommentar:
Action, Spannung, Dramatik, aber auch Platz für Charaktere?
Ich antworte schon einmal: Ja.
Willow ist fertig mit dieser Welt. Sie hat das einzig Gute in ihrem Leben verloren: Tara. Sie streift als Racheengel durch Sunnydale und versucht den letzten 2 Mitgliedern des Nerd-Trios zu zeigen, was ein schmerzhafter Tod ist. In dieser Folge enwickelt es sich, dass sie sogar ihren Freunden etwas antun würde. In der letzten Folge hat sie sie bereits per Zauber erstarren lassen, aber nun, da sie ihre Angriffsziele beschützen, ist es ihr egal, wenn sie nebenbei auch drauf gehen. Am Ende strebt sie sogar an, ihre Freunde zu töten, bzw. Buffy, wenn es sein muss. Nur wenn es sein muss, sonst hätte sie Anya leicht töten können, oder Dawn wirklich versucht in mystische Energie zu verwandeln. Bei letzterem sagt sie noch, dass sie ihr nichts antun würde.
Ernsthaft zu schaden, versucht sie nur Rack, den sie tötet, Jonathan und Andrew, die aber unter Anyas Schutz standen und Buffy, die ihr offensichtlich im Weg steht. In Westernmanier stehen sich Buffy und Willow gegenüber und es kommt zu einer Abrechnung: A-Weibchen gegen Sidekick!
Die Loser-Willow ist fort, verkrochen hinter der Rache-Willow! Bzw. hinter Dark Phoenix, Darth Rosenberg oder Sabrina (im Deutschen ihre böse Schwester), wie Andrew sie nennt.
Willow erkennt sehr gut, wie sehr auch Buffy diese Welt hasst. Buffy hat innerhalb der letzten Jahre so ziemlich alles verloren und hat wenig Schönes in dieser Welt (Dieses wenig schöne will sie Dawn ab der nächsten Folge aber zeigen.), also will sie nicht auch noch ihre beste Freundin Willow verlieren. Eigentlich sind sie kaum noch beste Freundinnen, da sie vor ihr sehr viel geheimgehalten hat, wie Willow auch erkennt.
Xander fühlt sich verantwortlich für die letzten Entwicklungen, weil er nichts getan hat, als Warren mit der Pistole im Garten aufgetaucht ist. Natürlich hätte er nichts tun können, sonst wär er wahrscheinlich auch tot.
Anya ist eine Rachedämonin. In der letzen Folge sagte sie noch, dass sie nicht bei Willow ist, weil sie sie nicht bei sich haben will, nun steht sie ganz klar auf der guten Seite, kämpft mit den anderen um Willows Seele und handelt auch eigenständig. Sie teleportiert sich zu Jonathan und Andrew um sie zu retten und schützt alle wirksam mit den Schutzformeln. Sie handelt verantwortungsbewusst, wie selten zuvor, als sie in der Magic Box bleibt, um Buffy zu schützen.
Gegenüber Xander sagt sie, dass auch Schuld an ihrer Beziehungssituation und daran hat, dass sie einen One-Tisch-Stand mit Spike hatte. Sie wollte ihm nicht weh tun, sie wollte sich trösten. Und anders als es bei Willow den Anschein hat, der weitesgehend egal ist, was aus ihren Freunden wird, ist Anya nicht egal, was aus Xander wird.
Dawn kann nicht still sitzen, während die Furie Willow tobt. Sie ist ihr noch nicht begegnet, also weiß sie nicht, wie gefährlich sie jetzt ist. Der arme Clem kann sie nicht davon abhalten Rack aufzusuchen. Dawn will unbedingt helfen, überschätzt sich etwas und landet in der ultimatives Gefahr. In den letzten Folgen hat sich dieser Charakter sowas von sympathisch verhalten und nun muss sie diese Dummheit begehen. Aber es gab kaum eine andere Möglichkeit, sie in die Story einzubinden. Mal ehrlich, wer würde gerne durchgehend einen Plot mit einer gelanweilten Dawn in Spikes Gruft sehen? Da war diese Einbindung schon die bessere Wahl.
Spike ist bei einem Schatten liebenden Dämon in einer nicht sehr überzeugenden Höhlenkulisse und Kämpft um etwas. Die Dialoge in der letzten Folge wiesen auf die Entfernung des Chips hin, denn wozu braucht man eine Seele um es Buffy so richtig zu zeigen? Egal, er ist in dieser Folge aber Eye Candy für die Damen.
Jonathans positive Entwicklung geht weiter. Er versucht zu helfen, auch wenn Buffy klar macht, dass sie die beiden nicht retten möchte, sie will ihre Freundin retten. Er will für seine Taten bezahlen und würde auch das Gefängnis in Kauf nehmen. Das sagt er in dieser Folge jedenfalls, aber wir wissen, dass er nach Mexiko flieht.
Andrew will es nicht wahrhaben, dass Warren die beiden im Stich gelassen hat. Er klammert sich an den letzten Strohhalm und glaubt, dass das alles nur ein Test ist. Er folgt seinem Führer blind. (Das klingt jetzt etwas anders, als ich es klingen lassen wollte.)
Top:
- Dark Willow. Cool, gefährlich, bedrohlich, der perfekte Staffel-Gegner, auch weil sie eine persönliche Beziehung zu Buffy hat und weil es nicht darum geht, sie zu töten, es geht darum sie zu retten. Sie weiß, was in den Charakteren vor sich geht und kann sie mit ihren Worten genauso verletzten, wie mit ihrer Zauberei. Das beweist sie bei Dawn und Buffy.
- Super Action. Die schwebende Willow, die Zauberei, der Kampf zwischen Buffy und Willow.
- Cool, wie sich Anya teleportiert.
- Trotz der Action bleibt genug Raum, um die Charaktere und ihre Motive zu beleuchten. Auf Kosten der Dialoge geht es definitiv nicht.
- Wirkten die Nerds vorher manchmal nervig, wirken sie in dieser Folge wie eigenständige, nachvollziehbare Charaktere, die trotz witziger Kommentare nicht all zu lächerlich wirken.
- GILES!!! Das Ende ist der Hammer! Anya ausgeschaltet zeigt Willow Buffy, was Macht ist und glaubt "Und jetzt hat niemand auf dieser Welt noch die Macht, mich aufzuhalten!" Energiestoß, Willow wird weggeschleudert und wer steht in der Tür? Giles! "Diese Theorie kann ich widerlegen." Klugerweise war Anthony Head nicht als Gastdarsteller am Anfang der Folge zu lesen, erst nach den Executive Producers, beim Abspann, steht: "Special Guest Star Anthony Stewart Head".
Flop:
- Stuntman. Jupp, auch hier sieht man die Stuntfrauen deutlich.
- Harharhar, ich bin böse! Der Dämon in der Spike-Storyline trägt etwas dick auf, dafür ist Spike ein gutes Gegengewicht mit seinen Kommentaren. ("Walking Action Figure.") Bei der zweiten Spike-Szene fällt auf, dass sie bremst. Man will mehr von Dark Willow sehen und bekommt den Spike-Kampf. Die erste Szene passte ins Tempo, aber die zweite hält etwas auf.
- Die Scoobies sind auf dem Weg in ein sicheres Versteck. Moment, Magic Box? Das soll ein Versteck sein? Ein sicheres?
- Die Adern von Dark Willow sehen zu aufgemalt aus.
Fazit:
Dramaturgisch stimmt so gut wie alles, eine ständige Spannung und Bedrohung liegt in der Luft, gutes Timing an fast allen Stellen, Dialoge, die aus der Folge mehr machen, als pure Action. Einfach top, eine dramatische voretzte Folge, die man sich gerne ansieht: 5 von 5 Energie-Blitze!
-Review von roadi.
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