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Projekt 8
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jaret Meister

Age: 25 Anmeldungsdatum: 26.05.2004 Beiträge: 964 Wohnort: Graz, AUT
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Verfasst am: Fr Aug 20, 2004 10:27 am Titel: |
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@hopelezZ:
Ok, aber wenn der Professor einen Witz macht, sollte das schon in der Szene drinnen stehen. Oder man hätte sonst irgendwie beschreiben können warum niemand Willow's Zustand bemerkt.
Derartige Hinweise möchte ich mir nämlich nicht selbst ausdenken müssen.
Und du als Autor solltest die Hintergründe ja eigentlich schon kennen...
Mfg jaret  _________________ Back off before somebody gets hurt.
How 'bout I back off right after? |
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Mel Site Admin

Age: 33 Anmeldungsdatum: 18.04.2004 Beiträge: 1281 Wohnort: Philippsburg/Baden
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Verfasst am: Sa Aug 21, 2004 4:53 pm Titel: |
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| Stefan hat folgendes geschrieben: | Hi!
Also.. wegen der Rechtschreibung: Ich muss ehrlich von mir selbst sagen, dass ihr euch vielleicht lieber den kopf dreimal gegen den tisch schlagen würdet, als meine szenen unkorrigiert zu lesen, da ich mich selbst schon sehr auf den korrekturleser verlasse... und darauf eigentlich nicht sonderlich achte. also ich achte schon, gramatikalisch richtige sätze zu schreiben.. aber ich vertippe mich beim schreiben ab und an.. und da kann es auch ein paar mal passieren, dass man das übersieht. Stefan |
Na ja, aber ich habe euch immer wieder entnervt darum gebeten schon vor Abgabe eurer Szenen auf Fehler zu achten und wenn man Gestalt halt dann immer noch mit zwei "ll"'s schreibt oder "er lies" mit nur einem "s" wenn man nicht gerade lesen meinte, oder seine bekannten Tippfehler bzw. Buchstabendreher drinne stehen lässt... dann nervt mich das als Projektleiter auch. Bei über 70 Seiten und meist nur zwei Tagen Zeit für das Korrekturlesen, kann man nicht blind und taub sich 100%ig auf den Korrekturleser verlassen.
Und manche Probleme mit Wortwiederholungen, langen Sätzen und fehlenden Punkten sind ja nicht erst seit Folge 1 bekannt.... _________________ GILES: "Now wait a minute... you think I'm evil if I bring a group of girls on a camping trip and DON'T touch them?"
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Mel Site Admin

Age: 33 Anmeldungsdatum: 18.04.2004 Beiträge: 1281 Wohnort: Philippsburg/Baden
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Verfasst am: Sa Aug 21, 2004 5:00 pm Titel: |
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| jaret hat folgendes geschrieben: | @hopelezZ:
Ok, aber wenn der Professor einen Witz macht, sollte das schon in der Szene drinnen stehen. Oder man hätte sonst irgendwie beschreiben können warum niemand Willow's Zustand bemerkt.
Derartige Hinweise möchte ich mir nämlich nicht selbst ausdenken müssen.
Und du als Autor solltest die Hintergründe ja eigentlich schon kennen...
Mfg jaret  |
Nun ja hier mal Hope zur Hilfe eilend... warum müssen wir lang und breit in einer Szene erklären wieso niemand versteht, dass es Willow schlecht geht? Ich bezweifle das sie in einer der letzten 17 Folgen sich vor ihre Klasse gestellt hat und gesagt hat: "Leute.. wir studieren jetzt schon zwei Semster zusammen,wir kennen uns nicht sonderlich gut, aber falls ich mal vom Stuhl falle oder ohnmächtig werde oder plötzlich während der Stunde aus einer Wunde zu bluten anfange - dann sorgt euch nicht, dass ist normal. Lacht nicht oder ruft nicht gleich den Notarzt... ich spür nur ein paar Jägerinnen beim Kampf.. nichts über das ihr euch den Kopf zerbrechen müsstet. MAcht einfach weiter im Stoff, ich renne dann schon raus."
Ich denke die Vorarbeit der letzten FOlgen sollten doch von den meisten Lesern erwarten lassen, dass sie sich denken können, dass die Umstehenden nichts von Willows Zustand wissen und Willows vom Stuhl fallen einfach als "witzig" empfinden. Sicher sassen auch viele mit dem Rücken zu ihr und haben einfach nur den Knall gehört, als sie herunterfiel. In einer "on screen" -Szene hätte da sicher auch nicht erst stunden langes Palaver stattgefunden, was jetzt mit Willow passiert ist. Man hätte gegrinst, gekichert und getuschelt...
Bei uns früher sind in der zehnten auch zweimal Schüler eingenickt und einer sogar vom Tisch gerutscht. Da war auch großes Gelächter, obwohl keiner wusste, wieso das passiert ist, weil man ja mit dem Rücken meist zu der betreffenden Person sass und es auch nicht wirklich jemand interssiert hat.
Der Professor hätte vielleicht nicht "kichern" sollen... da hätte man etwas korrigieren können... das klingt albern und nicht gerade erwachsen für einen Professor, der entweder amüsiert oder zynisch gelächelt hätte... _________________ GILES: "Now wait a minute... you think I'm evil if I bring a group of girls on a camping trip and DON'T touch them?"
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Stefan Site Admin

Age: 19 Anmeldungsdatum: 18.04.2004 Beiträge: 1358 Wohnort: Linz
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Verfasst am: Sa Aug 21, 2004 5:11 pm Titel: |
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| Mel hat folgendes geschrieben: | | Stefan hat folgendes geschrieben: | Hi!
Also.. wegen der Rechtschreibung: Ich muss ehrlich von mir selbst sagen, dass ihr euch vielleicht lieber den kopf dreimal gegen den tisch schlagen würdet, als meine szenen unkorrigiert zu lesen, da ich mich selbst schon sehr auf den korrekturleser verlasse... und darauf eigentlich nicht sonderlich achte. also ich achte schon, gramatikalisch richtige sätze zu schreiben.. aber ich vertippe mich beim schreiben ab und an.. und da kann es auch ein paar mal passieren, dass man das übersieht. Stefan |
Na ja, aber ich habe euch immer wieder entnervt darum gebeten schon vor Abgabe eurer Szenen auf Fehler zu achten und wenn man Gestalt halt dann immer noch mit zwei "ll"'s schreibt oder "er lies" mit nur einem "s" wenn man nicht gerade lesen meinte, oder seine bekannten Tippfehler bzw. Buchstabendreher drinne stehen lässt... dann nervt mich das als Projektleiter auch. Bei über 70 Seiten und meist nur zwei Tagen Zeit für das Korrekturlesen, kann man nicht blind und taub sich 100%ig auf den Korrekturleser verlassen.
Und manche Probleme mit Wortwiederholungen, langen Sätzen und fehlenden Punkten sind ja nicht erst seit Folge 1 bekannt.... |
Wie du meinst. Ich hab jetzt sicherlich nicht vor, vor allen Usern mit dir über diese Punkte zu disskutieren, wer nun welche Fehler macht und wer besser aufpassen sollte.
Ich empfand einfach, dass nun genug über die Rechtschreibung gesprochen wurde, und wollte das Thema mit meinem Post abhacken. Dass du hier jetzt ankommst und so etwas schreibst finde ich ehrlich gesagt mehr als .. hmm.. wie soll ich es ausdrücken? unüberlegt? blöde? keine ahnung.
Aber wenn du meinst du musstest so ein Kommentar unbedingt in das öffentliche Board stellen.. gut.. ist deine Sache!
Machs gut
Stefan |
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Aries Wächter

Age: 21 Anmeldungsdatum: 21.04.2004 Beiträge: 1013 Wohnort: Jena
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Verfasst am: Sa Aug 21, 2004 7:50 pm Titel: |
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Hey, so wichtig ist diese dumme Rechtschreibung nun auch nicht, dass man sich deswegen in die Haare kriegt.
Klar, die Korrekturleser sind nicht umsonst da und dass man unter Zeitdruck und Stress nicht unbedingt Lust hat, selber nochmal alles durchzugehen, aber schon einfach mal alles von Word kontrollieren zu lassen, bevor man es dem Korrekturleser gibt, würde ja schon einiges erleichtern.
Immerhin ist der Korrekteur auch dafür verantwortlich, inhaltliche Fehler zu vermerken und vielleicht auch mal selbst ein, zwei Sätze umzuschreiben, was ja primär Aufgabe der Autoren ist.
Also wäre es nicht falsch, auch als Autor darauf zu achten, dass der Korrekteur, der ja auch unter Zeitdruck steht, nicht unmenschlich viel Arbeit bekommt.
Fließender Übergang sozusagen bzw. eine Hand wäscht die andere.
Sorry, musste jetzt mal den Psychologen raushängen lassen...
Aber da wir gerade bei inhaltlichen Fehlern sind:
Mir ist aufgefallen, dass der Zeitunterschied zwischen Cleveland und Londen (6 Stunden, glaube ich) nicht beachtet wurde.
Am Anfang ist das nicht so schlimm, weil die Zeitangaben nicht genau sind, außer man geht davon aus, dass jede Szene später "spielt" als die vorherige.
Gegen Ende wird das aber trotzdem deutlich, weil dann solche Angaben wie "zur selben Zeit" verwendet wurden, was dann aber mit den Beschreibungen (z.B.: in Cleveland ist es Nacht, dann zur selben Zeit in London wo es schon morgen sein müsste, aber es wird eben Dunkelheit beschrieben) nicht übereinstimmt.
Hoffe ich hab mich verständlich ausgedrückt.
Aber das ist jetzt nur ein kleines Manko angesichts dieser tollen Folge... _________________ GABRIELLE: "A life of journeying has brought you to the farthest lands, to the very edge of the earth."
XENA: "And to the place where I'll always remain... your heart ... Where you go... I'm at your side."
GABRIELLE: "I knew you'd say that." |
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Stefan Site Admin

Age: 19 Anmeldungsdatum: 18.04.2004 Beiträge: 1358 Wohnort: Linz
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Verfasst am: So Aug 22, 2004 4:48 pm Titel: |
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Hi!
Für alle interessierten => Ich hab gerade ein tolles, ausführliches und wirklich gut geschriebenes Review gefunden, welches anscheinend gleich während dem lesen geschrieben wurde (auch mal ne gute idee).
http://www.exoo.de/forum/showthread.php?p=257142#post257142
cu
Stefan |
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Aries Wächter

Age: 21 Anmeldungsdatum: 21.04.2004 Beiträge: 1013 Wohnort: Jena
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Verfasst am: Mo Aug 23, 2004 2:29 pm Titel: |
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So, da ich im Moment zu beschäftigt bin, um das Review noch vor dem Urlaub zu schreiben, ihr aber nicht ewig darauf warten sollt, poste ich als Vorgeschmack erstmal nur mein Fazit.
Die genaue Analyse gibt es dann Mitte nächster Woche.
Fazit:
Eine wichtige Folge, die sowohl tiefen Einblick in Lilys Charakter gibt, als auch viele Handlungsstränge der letzten Zeit zusammenführt und somit konsequent auf das Finale hinarbeitet.
Lilys zwiespältiger Charakter wurde genau getroffen, wenn man einmal von ein paar umgangssprachlichen Zitaten absieht, die sie nie sagen würde. Auch die damit verbundenen Voice Overs und Rückblicke fügen sich sehr gut in die Story ein und werfen zudem viele philosophische Fragen bezüglich Lügen und ihren Rechtfertigungen auf.
Giles’ Höhen und Tiefen in dieser Episode werden ebenso glaubwürdig und emotionsgeladen beschrieben und besonders die Gespräche mit Buffy, die den Wächter zu ermuntern versucht, stellen einen charakterlichen Höhepunkt dar.
Ebenso besondere Momente erleben Andrew, der endlich mal wieder zeigen kann, dass auch er ein wertvolles Mitglied der Gruppe ist, und Faith, deren Begegnung mit einer Rachedämonin genau der richtige Katalysator war, um ihre Wut auf Lily und ihre Ängste, ihre Freunde und nicht zuletzt sich selbst zu verlieren, aufzuzeigen.
Weniger überzeugend ist dagegen der Plot um Teguls Rache an Buffy, der nicht wirklich glaubwürdig ist und ebenso wie der anschließende Streit zwischen Buffy und Kennedy gestellt wirkt. Jedoch erfüllt er trotzdem seinen Zweck und bringt die nötige Action in die sonst von Gesprächen dominierte Folge.
Der abschließende Pakt zwischen D’Hoffryn, Lily und Kan Hsirg vermag es, viele in den letzten Wochen angefangene Handlungsstränge zu vereinen und somit das Mitverfolgen der Story zu erleichtern, wenn auch die genauen Pläne von Lily und D’Hoffryn noch nicht klar werden.
Auch zum Spekulieren wird dieses Mal Anlass geboten, da viele Fragen aufgeworfen werden, die Lust auf neuen Lesestoff machen:
Wie sieht der Pakt genau aus und was hat es mit Malkuth auf sich? Was weiß Lily über das Wesen der Hüterinnen und wie werden sich Willows Visionen entwickeln? Und hat Lily die Aussagen des Orakels richtig interpretiert?
Als inhaltliche Mankos dieser Folge sehe ich zum Beispiel die Nichtbeachtung des Zeitunterschiedes Cleveland-London und die Unlogik, dass Buffy wichtige Gedanken zu den Ninjas, dem Reiseleiter und deren Verbindung zu den Reitern verschweigt, also ob sie in den letzten Jahren nicht gelernt hätte, ihre Instinkte ernst zu nehmen.
Auch der Lesefluss wurde dieses Mal etwas erschwert, da sich der Schreibstil in vielen Szenen durch viele Wiederholungen und lange, ewig anmutende Sätze kennzeichnete, wodurch auch viele Rechtschreib- und Grammatikfehler präsenter wurden.
Aber dies macht angesichts dieser guten und aufschlussreichen Episode nur ein kleines Minus aus und somit gebe ich „Betrayed Ones“ 4 von 5 Punkten.
MfG, Aries _________________ GABRIELLE: "A life of journeying has brought you to the farthest lands, to the very edge of the earth."
XENA: "And to the place where I'll always remain... your heart ... Where you go... I'm at your side."
GABRIELLE: "I knew you'd say that." |
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jaret Meister

Age: 25 Anmeldungsdatum: 26.05.2004 Beiträge: 964 Wohnort: Graz, AUT
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Verfasst am: Di Aug 24, 2004 9:04 pm Titel: |
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Leider muss ich diesmal aus privaten Gründen ein ausführlicheres Review entfallen lassen. Werde aber noch in dieser Woche ein Kurzreview veröffentlichen, also sowas in der Art, wie es auch von Aries gekommen ist. Für Feedback meinerseits wird also gesorgt sein.
Deshalb wäre auch noch Platz auf Buffy-Online.de frei, für jeden der sein Review auf der größten Buffy-News-Site Deutschlands veröffentlichen möchte.
Man möge sich deshalb bitte mit dem Webmaster der Site in Verbindung setzen, vielleicht können da auch Mel oder Stefan dabei helfen.
Die E-Mailadresse lautet:
webmaster@buffy-online.com
Sorry, nächstes Mal gibt's aber wieder ein komplettes Review.
Mfg jaret  _________________ Back off before somebody gets hurt.
How 'bout I back off right after? |
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hopelezZ Dämon

Age: 18 Anmeldungsdatum: 20.04.2004 Beiträge: 447
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Verfasst am: Di Aug 24, 2004 10:26 pm Titel: |
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sorry wenn das hier etwas von folge 17 abweicht.
ich glaube du hast geschrieben das review von dir zu folge 16 auf BO gepostet zu haben, oder es zumindest geschickt zu haben. Ich habe am Wochenende endlich nachgesehen, doch habe leider nichts enttdeckt. Sind BO nun nicht mehr dazu bereit etwas zu posten, oder hast du doch nichts geschickt?
mfg _________________ "Wenn Du vor mir stehst und mich ansiehst, was weißt Du von den Schmerzen, die in mir sind, und was weiß ich von Deinen...?" Kafka |
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The Judge Slayerette

Age: 38 Anmeldungsdatum: 06.08.2004 Beiträge: 17 Wohnort: Zwischen Nord-und Ostsee
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Verfasst am: Do Aug 26, 2004 11:31 pm Titel: |
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Auch von mir gibt es noch ein Review. Ich habe es wieder zuerst auf Exoo gepostet ( gestern ), möchte es aber auch Euch nicht vorenthalten. Falls Ihr es nicht ohnehin schon kennt...
Ein Teil des Fazits gleich vorneweg: Ich fand diese Folge wirklich gut. Spannend, aufschlußreich und ungewöhnlich.
Da hier schon ein paar Reviews geschrieben wurden, möchte ich auf ein paar Aspekte der Folge eingehen die mir besonders aufgefallen sind.
Politik im Buffyverse
Eine Folge ohne MotW.
Das ist selten und nicht ohne Risiko. Aber lion und das Team haben die Aufgabe eine spannende Episode ohne ein tragendes Monstum zu schreiben hervorragend gelöst. Denn Lily und die Mafia zähle ich mal nicht.
"Betrayed Ones" konzentriert sich weitgehend auf die Machtübername Lilys im Rat, Giles Reaktion und die potentiellen Folgen. Dabei gönnt man uns einen Blick auf ihre Beweggründe und Historie, was die direkte Erklärung für ihr Verhalten ist.
Lily Usher ist das Produkt der erzkonservativen Kräfte im Rat der Wächter. Unter dem Deckmantel der loyalen Gefolgsleute und Mitglieder treiben sie ein Machtspiel um die Kontrolle des Rates. Dabei sind die Jägerinnen nur Mittel zum Zweck, als menschliche Wesen vollkommen irrelevant. Unter der Schutzbehauptung, das Beste für die Welt zu wollen und dafür Opfer in Kauf nehmen zu müssen, haben sie jegliches Maß für Menschlichkeit verloren. Eine Verrohung und Egozentrik, den Generalitäten im Ersten Weltkrieg vergleichbar.
Deutliche Elemente dieser Einstellung:
Schon zu Lilys Jugendzeit versucht die Gruppe die letzte Hüterin aufzuspüren, zweifellos um sie aus dem Weg zu schaffen. Lily ist eingeweiht und bereit Giles anzulügen, obwohl sie bereits verlobt sind.
Jägerinnen werden durch Drogen zu willenlosen Kampfmaschinen umprogramiert, ohne die geringsten moralischen Skrupel.
Unliebsame Oppositionelle werden kalt gestellt oder sogar ermordet.
Das politische Ränkespiel wird als wichtiger erachtet als die Wahrheit, da diese zum Erreichen der gesteckten Ziele nicht zweckdienlich ist.
Der Zirkel schottet sich ab, weil die Mehrheit niemals ihren Zielen folgen würde, wenn diese offenbar werden würden. Dies ist den Mitgliedern bewusst. Dennoch nehmen sie sich das Recht heraus, im Namen und zum Besten der Allgemeinheit handeln zu wollen.
"Der Zweck heiligt die Mittel!"
Diese ganze Einstellung ist gradezu sektiererisch und Grundlage eines gigantischen Betruges. Opfer sind nicht nur Giles, Buffy und die Jägerinnen und Wächter an der Front, sondern auch die moderateren Mitglieder des Rates, so konservativ sie auch sein mögen. Auch wenn sie Liliy im Moment ( noch ) unterstützen.
Diese Darstellung eines politischen Ränkespiels ist zwar ( dem Buffyverse angemessen ) etwas überzogen, entbehrt aber nicht einer Grundlage in der Politik im RL. Und das macht für mich auch den Reiz der Folge aus. Ich habe ein klassisches MotW nicht im geringsten vermisst und hätte auch auf die Actionszenen des Sturmes auf die Mafiazentrale verzichten können.
Diese Entwicklung stößt die vS8 in eine Richtung die ich extrem spannend finde. Ähnlich wie in der S6 müssen sich Giles und die Scoobies mit menschlichen Gegnern auseinandersetzen die Intrigen gegen sie spinnen und die nicht einfach so zu slayen sind. Nur diesmal auf einem wesentlich höheren und gefährlichen Niveau. Ich mag die S6 sehr, deshalb gefällt mir auch diese Entwicklung.
Entscheidungen
Der interessanteste Einzelaspekt der Folge liegt aber am Rande des Angriffes auf die Fabrik. Und deshalb bin ich dennoch froh, daß er in dieser Episode stattfand.
Buffy greift mit einer Übermacht an Jägerinnen an, wohl wissend um die Gefahr eines Angriffes. Sie kennt sie von ihrem ersten Versuch, weiß also was auf sie zukommt. Die Dämonengangster sind mit Schußwaffen bewaffnet, selten und immer sehr gefährlich im Buffyverse.
Sie riskiert das Leben der Jägerinnen ihrer Truppe und verliert auch zwei, auch wenn diese unter dem Kommando von Kennedy standen.
Und der Gewinn? Eine Übereinkunft mit der Mafia! Kein endgültiges Vernichtung des BigBad, kein heroisches Ende des Kampfes. Ein Waffenstillstand, der aber für die Jägerin den Zweck erfüllt: die Mafia lässt sie in Cleveland in Ruhe.
"Der Zweck heiligt die Mittel!"
Für Buffy genügt das. Kennedy und die Anderen sind verständlicherweise entsetzt und wenden sich geschockt und angeekelt von ihr ab.
Aber Buffy hat in diesem Moment das höhere Ziel der Mission im Auge und trifft die Entscheidung eines Politikers:
Lieber ein Waffenstillstand als ein Pyrrussieg!
Ihre Entscheidung in diesem Moment ist eine gelungene Wiederaufnahme der Loneliness of the Slayer / Weight of the World-Thematik der S7: Buffy als einsame Kommandantin muß Entscheidungen zum Wohl Aller treffen, auch wenn diese nicht damit einverstanden sind. Weil sie sie nicht verstehen!
Und auch Buffy bewegt sich dabei auf moralisch höchst dünnem Eis. Ist diese Übereinkunft das Leben zweier Jägerinnen wert? Darf sie sie überhaupt treffen oder ist ihre Einstufung der Dämonen als Gangster ein Verrat an der Sache?
Und ihre Reaktionen nach dem Gefecht zeigen klar, daß sie sich über die Richtigkeit ihres Tuns überhaupt nicht sicher ist.
Interessant ( und IMO auch beabsichtigt ) ist die Parallele zwischen Buffy und Lily, die in dieser Situation offenbar wird. Beide befinden sich in einer Kommando- und Entscheidungsposition. Beide haben über das Leben ihrer Untergebenen zu befinden und ihre Entscheidungen beeinflussen unter Umständen das Schicksal der gesamten Menschheit!
Und beide rechtfertigen ihre Entscheidungen mit der Begründung, in einer höheren moralischen Position zu sein!
Sie könnte lauten:
"Ich entscheide im Namen und zum Wohl aller, weil ich als einzige die höheren Zusammenhänge verstehe. Die Anderen sind zu schwach und zu klein um diese Entscheidung zu treffen. Deshalb muß ich es machen, auch wenn sie nicht einverstanden sind. Eines Tages werden sie verstehen."
Die Parallelen sind also offensichtlich. Der Unteschied liegt selbstverständlich für uns als Leser darin, daß wir genau wissen daß Buffy im Recht und Lily im Unrecht ist. Zudem disqualifiziert diese sich durch die Wahl ihrer Methoden.
Doch auch Buffy biegt die Gesetze der Menschlichkeit und des Slayertums bis an die Grenze der Belastbarkeit. Sollte die Übereinkunft mit dem Dämonen nicht halten was sie sich davon verspricht, hätte sie das Leben zweier Jägerinnen für nichts geopfert!
Weight of the World.
Die Last und Verantwortung des Wohles der gesamten Welt liegt in solchen Momenten der Entscheidung auf ihren Schultern. Es ist die einsame Entscheidung eines Generals oder eines Politikers die sie in solchen Momenten treffen muß. Und sie muß die möglichen Konsequenzen vor ihrem Gewissen rechtfertigen. Lily hat damit bekanntlich keinerlei Probleme. Buffy schon! Das spricht für sie.
| Zitat: | AtpoBtVS,
AngelMan am 20.1.99:
( The slayer ) is a soldier in the war. The soldiers are expendable. The generals must focus on the bigger picture. One girl's life does not amount to much when the world's at stake. |
Dieses Zitat stammt aus den AtpoBtVS-Abschnitt zu 3.12 "Helpless" und soll das Cruciamentum rechtfertigen. Buffy lehnte diese Prüfung und Philosophie damals genauso vehement ab wie wir als Zuschauer.
In der S7 und hier entscheidet sie sich aber wiederholt gemäß dieser Maxime. Im Replaythread zu "Helpless" auf Exoo habe ich dargelegt, warum das Cruciamentum so nicht zu rechtfertigen ist. Dennoch lässt sich der Wahrheitsgehalt nicht wegleugnen.
Buffy und Lily folgen dieser Maxime in "Betrayed Ones".
Ihre Beweggründe und Ziele könnten nicht unterschiedlicher sein. Dennoch sind sie sich in ihren Methoden ähnlicher als ihnen bewusst und sicherlich auch lieb ist.
Emanzipation
"Betrayed Ones" ist ungewöhnlich weil das MotW praktisch fehlt. Der Sturm auf die Fabrik wird auf wenigen Seiten abgehandelt und der Bösewicht ist ein Mensch, Lily, die fernab in London ihre Intrigen spinnt. Und das ist der Hauptinhalt der Folge: politisches Intrigenspiel, ein psychologisches Duell das über Kontinente hinweg geführt wird, viele Gespräche und Telefonate auf der Suche nach Erklärungen und Verbündeten. Und der Angriff auf die Fabrik. Aber nur am Rande und um die Parallele zwischen Buffy und Lily zu thematisieren.
Dies ist keine klassische Buffy-Folge in der Tradition der Serie, sondern etwas Neues, Eigenständiges. Ich könnte mir diese Episode nicht verfilmt vorstellen, es würde einfach nicht passen. Aber das ist nicht negativ gemeint, ganz im Gegenteil! Die Schriftform erfordert andere Erzählweisen und bietet andere Möglichkeiten als das TV-Format. Und der Versuch das Buffyfeeling unverändert in die Fanfiction zu übertragen mag zwar in Einzelfällen gelingen, würde die Staffel aber in die Stagnation führen.
"Betrayed Ones" ist mutig, denn es bricht mit vielen Konventionen der Erzählweise der Serie. Aber es gelingt lion und dem vS8-Team dennoch, eine äußerst spannende und plausible Geschichte zu erzählen. Das ist gut, spannend und weist in die Zukunft.
Allerdings hatte ich nicht wirklich das Gefühl, eine Buffy-Geschichte zu lesen. Die Entwicklung der Geschichte und der Charaktere ist so weit gediehen, daß sie mit den Serienfiguren nur noch die Namen gemein haben.
Oder anders gesagt, ich erkenne die Scoobies nicht mehr wieder. Das ist zwar irgendwie schade, aber für die Geschichte und Spannung aber ohne Belang. "Betrayed Ones" funktioniert auch ohne Buffy-Feeling.
Die vS8 hat sich vom Buffyversum emanzipiert, ist zu etwas Eigenständigem, Neuen geworden. Und dieses Neue gefällt mir besser als ein verzweifelter Versuch, die Serie nachzuahmen.
Ein Versuch, der von vornherein zum Scheitern verurteilt wäre!
Aber aus diesem Grund werde ich die Folge auch nicht mit der Fernsehserie vergleichen, sondern als etwas Eigenständiges betrachten. Und bewerten.
"Betrayed Ones" ist gut ausgedachte und sehr spannende Polit-Fiction mit BtVS-Elementen. Aber irgendwie keine Buffy-Geschichte.
Dennoch gefällt es mir. Gut sogar!
4 1/2 von 5 Sternen
Weiter so!
@ jaret:
Meinst Du, das wäre etwas für BO? _________________ The Judge
Life´s a song you don´t get to rehearse.
Buffy, OMWF |
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white magic Ratsmitglied

Age: 27 Anmeldungsdatum: 21.04.2004 Beiträge: 178 Wohnort: Hannover
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Verfasst am: Fr Aug 27, 2004 8:24 am Titel: |
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@Thr Judge
Danke für das tolle Rewiew. Ich hatte es schon auf EXOO gelesen und hatte gehofft, das du es hier postest.
@Meo@Stefan. wäre das nicht auch ein Rewiew für die Buffy-Projekt-Seite???
Wenn Judge damit einverstanden ist. |
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Stefan Site Admin

Age: 19 Anmeldungsdatum: 18.04.2004 Beiträge: 1358 Wohnort: Linz
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Verfasst am: Fr Aug 27, 2004 9:22 am Titel: |
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Hi!
Jep, es wäre auf jeden fall etwas für die Projekt Seite. Judge, wie siehts aus, hast du Lust?
Übrigens, DANKE. Ich hab es auch schon auf exoo gelesen (oh ja.. ich les da schon fast seit anfang an mit, und ihr wart bei gott nicht immer nett *ggg*)
Aber schön, dass wir euch so langsam überzeugen können bzw konnten, und ich hoffe, dass ihr nicht nur ein bisschen netter geworden seit, weil magic euch verraten hat, dass wir mitlesen*g*
cu
Stefan |
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The Judge Slayerette

Age: 38 Anmeldungsdatum: 06.08.2004 Beiträge: 17 Wohnort: Zwischen Nord-und Ostsee
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Verfasst am: Fr Aug 27, 2004 9:39 pm Titel: |
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Von mir aus kann das Review gerne auf die Projekt-Buffy-Site gestellt werden. Ich würde mich geehrt fühlen.
Muß ich es dafür noch etwas bearbeiten ( formal, nicht inhaltlich )? Falls ja, bitte ich um ein paar Tage Geduld, da ich das Wochenende über unterwegs bin.
Daß ich die vS8 mittlerweile etwas moderater beurteile liegt daran, daß ich sie mittlerweile nicht mehr direkt mit der Serie vergleiche.
In meinem Review zu "Brave New World" schrieb ich:
| Zitat: | Die Autoren schreiben Fanfiction, zweifellos in ihrer Freizeit und sind keine professionellen Drehbuchautoren. Soll man die vS8 deshalb mit der im Netz weit verbreiteten vielfältigen Fanfic vergleichen?
Projekt 8 tritt aber mit dem Anspruch an, eine 8. Staffel BtVS zu schreiben. Das bedeutet, sie wollen sich auf das Niveau der Serie begeben und das merkt man den Geschichten auch an. Sie bedienen sich der Elemente der Serie, wollen also etwas Vergleichbares schaffen.
Deshalb sollten wir bei der vS8 auch die gleichen Maßstäbe bezüglich der Qualität ansetzen die wir auch an eine reale 8. Staffel anlegen würden.
Das ist natürlich hart, aber IMHO der einzige Weg den Autoren und JW´s Werk gerecht zu werden. |
Davon bin ich mittlerweile abgerückt, wie ich auch in meinem Review geschrieben habe. Und der Schreibstil der Autorenteams hat seit den Anfängen auch große Fortschritte gemacht. Die Beschreibungen sind kompakter geworden, ohne an Eindringlichkeit eingebüßt zu haben.
Allgemein lassen sich die Folgen in der letzten Zeit besser und zügiger lesen, was nichts mit der absoluten Länge zu tun hat. Und das kommt dem Spaß bei der Sache doch sehr zugute.
Die vS8 ist von Folge zu Folge in der letzten Zeit besser geworden. Und das spiegeln auch die Reviews wieder. Grade auf Exoo, das ja ein recht analytisches Board ist. ( Siehe das Replay... )
The Judge |
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Mel Site Admin

Age: 33 Anmeldungsdatum: 18.04.2004 Beiträge: 1281 Wohnort: Philippsburg/Baden
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Verfasst am: Mi Sep 01, 2004 8:50 am Titel: |
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Noch ein Review von Tamara:
REVIEW ZU PROJEKT8.17 „BETRAYED ONES“
Wieder einmal drei Wochen vergangen – und eine neue Folge der virtuellen achten Buffy-Staffel steht an. Dass die neueste Episode zum größten Teil Lily und ihren Machenschaften gehört, ist wohl schon allein angesichts des Titelbilds kein großes Geheimnis mehr. Aber beginnen wir von vorne...
Der Anfang der Episode zeigt Lily, die in England im Rat der Wächter die Anderen gegen Giles aufhetzt und es, dank ihrer perfekten Redekunst, gemäß ihrem Plan schließlich schafft, einen Misstrauensantrag durchzusetzen. Das hat zur Folge, dass Buffys Wächter für eine unbestimmte Zeit vom Rat ausgeschlossen wird. Die Szenen mit Lily sind sehr gut geschrieben und lassen sogar etwas unter die Fassade der Wächterin blicken – und diese beginnt bereits zu bröckeln. Doch trotz ihrer scheinbar ziemlich ernst gemeinten Liebe zu Giles hält Lily ihr Netz aus Lügen und Betrug aufrecht und verletzt damit denjenigen, den sie liebt, am Meisten. Untermalt wird das Ganze durch die tiefsinnigen Gedanken Lilys, die sich um Lügen drehen und sich wie ein roter Faden durch den Rest der Folge ziehen. Ein sehr guter Einfall, sowohl in der Idee als auch in der Durchführung!
Die nächste Szene lässt den Leser Willow begleiten, die eine erschreckend reale Vision empfängt, diesmal allerdings unpassenderweise direkt im Hörsaal ihrer Uni. Sie muss sogar Blut spucken und landet schreiend auf der Treppe, dennoch wird sie von ihren Kommilitonen nur ausgelacht. Frustriert folgt die junge Hexe Giles’ Bitte und macht sich wie die anderen Scoobies auch auf den Weg zu ihm. Scheint so, als würde ihr dieses Hüterinnen-Ding zunehmend über den Kopf wachsen...
Während Lily in England noch an ihrer Rede für das Willkommensfest arbeitet, und versucht, ihre Gefühlswelt zu sortieren, sind im Scooby-Meeting alle bestürzt über die neuesten Entwicklungen. Doch viel mehr, als der Versuch, unter anderen Wächtern in aller Welt Verbündete zu finden, fällt ihnen auch nicht ein.
Es folgt eine kurze Szene mit D’Hoffryn und dem Läufer des Hto’Grom-Clans, Kan Hsirg. Dieser will einen Krieg gegen den Dämon Malkuth führen. Den Herrscher von Arasmaharr scheint allerdings im Moment nichts Anderes zu interessieren als sein Kuchen. Wozu sich mit kleinen Dämonen herumärgern? Hier ist das Gespräch über Rache sehr nett. Bleibt nur noch zu rätseln, welche Frau D’Hoffryn letztendlich meint...
Das darauffolgende Buffy/Giles-Gespräch ist auch sehr goldig, zeigt es doch, dass der Bruch zwischen Wächter und Jägerin weitgehend gekittet ist. Giles offenbart Buffy hier, dass er mit Lily verlobt war, was die ganze Sache für ihn natürlich noch schmerzhafter macht. Doch Buffy kann ihn aufgrund ihrer Vergangenheit ja ziemlich gut verstehen... Die kleine Referenz an Angel wird später noch aufgegriffen werden. Aber jetzt ist der Plan, verbündete im Kampf gegen Lily zu finden, erst einmal wichtiger... und Andrew hat auch schon eine witzige Idee, er zerrt nämlich ein Risikobrett und ein altes Konzertposter aus Giles’ Keller. (Was sich da so alles finden lässt... J ) Das hilft ihnen zwar bei der fantasievollen Planung, aber trotzdem sieht es für die Gang eher schlecht aus. Doch es gibt Neuigkeiten über die mysteriösen Reiter: Sie tragen die vier Elementarkräfte in sich, was eindeutig mit den Naturkatastrophen zusammenhängt, die zur Zeit die Welt ins Chaos zu stürzen drohen. Und ihr Auftrag ist die Reinigung der Erde von allem Bösen... und zurück bleibt nichts als die reine Erde!
Der durchaus nachvollziehbare Einwand von Xander, damit stünden die Reiter ja wohl irgendwie auf ihrer Seite, wird von Giles resolut abgewürgt: Die Vier wurden vor Urzeiten mit Hilfe von Magie verbannt, und wenn sie keine Bedrohung für das Gute darstellen würden, gäbe es dann ja auch wohl kaum einen Grund sie wegzusperren, oder?!
Erstaunlich und unglaublich spannend, wie sich die Geschichte um die vier Reiter immer mehr verdichtet und sowohl Seitenhiebe auf die Visionen der Jägerinnen, als auch auf Buffys Erlebnisse auf ihrer Weltreise setzt. Allein für die Idee sollte das P8-Team eigentlich schon einen Orden bekommen J
Und auch die Angel-Fans dürfen jetzt aufhören zu zittern, denn das bis jetzt totgeschwiegene Telefonat mit dem smarten Vampir wird endlich erwähnt, und auch seine Rolle als potenzieller Verbündeter kommt zur Sprache. Doch Giles schlägt diesen Vorschlag sofort in den Wind: Angel könnte man ja vielleicht vertrauen, aber da er jetzt bei Wolfram & Hart arbeitet, scheint das irgendwie keine gute Idee. Obwohl sie es verstehen, trifft das die Scoobies härter als sie vielleicht zugeben wollen. Ja, es ist durchaus einzusehen, aber für Leser, die dank Pro7 nicht so ganz mit den Entwicklungen bei Angel vertraut sind, ist das Ganze leider erneut etwas schwierig zu verstehen. Trotzdem erfreut es, dass das Ex-Mitglied der Scooby-Gang nun endlich zur Sprache kommt.
Auch der geheimnisvolle Unsterbliche, von dem wir bestimmt noch nicht zum letzten Mal gehört haben, wird in Betracht gezogen, doch seinen Namen scheint er sich mit unzähligen Anderen zu teilen, also fällt dieser Vorschlag auch erst mal raus. Schade, aber wie gesagt, hoffen wir, dass das nicht der letzte „Auftritt“ des Lichtwesens bleibt!
Es folgt eine weitere heftige Diskussion zwischen Faith und Robin, der ihr deutlich zu verstehen gibt, dass sie alle einen Verlust erlitten haben und Faith lernen soll mit ihrer Trauer umzugehen. Die Szene ist so gut geschrieben, dass man sich in beide Parteien hineinversetzten kann. Der Leser versteht sowohl Faith, die völlig fertig ist, weil sie keine Rache üben und so ihre Trauer nicht überwinden kann, als auch ihren Freund, der ihr klarmachen will, dass vor lauter Schmerz den Rest einfach zu vergessen auch nicht die richtige Methode sein kann. Als der Wächter sie völlig entnervt zurücklässt, wartet Ronah mit einer Überraschung auf: Sie hat einen Freund, der sogar ganz nett zu sein scheint. Hier wird kurz an die Ereignisse mit dem jungfrauenmordenden Dämon von der letzten Folge gedacht, was zeigt, dass es zwischen den Beiden wohl noch nicht allzu sehr zur Sache ging.
Die nachfolgenden Szenen mit Lily gewähren erneut einen Einblick in die innerlich völlig zerrissene Wächterin. In einem Gespräch mit einem alten Freund offenbart sie, dass es für sie wahrlich nicht leicht ist, ihr Netz aus Lügen aufrecht zu erhalten, und sie Angst hat, darin ihr wahres Ich zu verlieren. Die folgende Rückblende zeigt Lily als kleines Mädchen auf, und verdeutlicht ein weiteres Mal, wie verbohrt die Mitglieder des Rates waren und vielleicht auch immer noch sind. Es gibt nur Schwarz oder Weiß für sie, Gut ist Gut und Böse ist Böse, Unterschiede werden grundsätzlich nicht toleriert. Doch trotzdem entscheidet sich die kleine Lily, eine Wächterin zu werden... was das für Folgen nach sich zieht, wissen wir ja. Lily ist wieder zurück in der Wirklichkeit jedenfalls fest entschlossen, die Ordnung wieder herzustellen, ganz im Sinne ihres Vaters. Sie weiß, dass sie die Zügel in der Hand hält und kann so durch subtile Drohungen und mit einer flammenden Rede scheinbar auch diejenigen überzeugen, die nicht von vornherein ihre Partei ergriffen hatten.
Als Nächstes begegnen wir Buffy, die zu mehreren Einsichten kommt: Erstens, findet sie, bräuchte sie dringend mal wieder einen Mann, nachdem ihr kein gelungener Kommentar auf die Neckerei des süßen Postboten einfällt. Eine verständliche Einsicht, ist das doch die erste Staffel, bei der Buffy nicht wenigstens jemanden im Auge hat, der als zukünftiger Freund herhalten könnte. Zweitens, stellt die Jägerin dank der Hilfe von dem nicht ganz unbekannten Dämonen Regil fest, wird ihre Post kontrolliert und ihr Telefon abgehört! Erschreckend, doch der Dämon kann ihr nicht mehr sagen. Dennoch bringt er sie auf ihre dritte Einsicht: Sie hat Mo, der ihr des Öfteren mit Informationen dient, bisher noch nicht wirklich große Dienste als Gegenleistung erbracht. Und Malkuth erwähnt Regil auch noch, bevor er davonzieht, nur kann Buffy damit ebenfalls sehr wenig bis gar nichts anfangen. Bleibt nur noch der Weg zu Giles, der die ganze Nacht damit zugebracht hat, Verbündete zu suchen, doch blieb die Suche bis jetzt recht erfolglos. Also hat der Wächter im Moment auch für Buffys Probleme wenig Zeit. Die Beiden geben sich vorerst damit zufrieden, dass Giles’ Telefon wanzenfrei ist; Buffy macht sich auf den Weg zu Mo und Giles hält am Telefon die Stellung.
Es folgen weitere Szenen und Flashbacks mit Lily, und Dawn, die beunruhigt feststellen muss, dass sie von einem Echsendämon beobachtet wird. Buffy ist derweil bei Mo, doch der kann ihr nur eine Adresse geben und hat anscheinend auch nicht die Absicht, vor ihr sein Privatleben auszupacken. In einem kleinen Frau-zu-Frau-Gespräch mit Faith, die Buffy zu der Adresse begleitet, offenbart die dunkelhaarige Jägerin danach, dass ihr Robin wirklich viel bedeutet, auch wenn es nicht immer danach aussieht. Und Buffy kommt ein weiteres Mal zu der Ansicht, dringend mal wieder einen Mann zu brauchen.
Die Jägerinnen finden in dem Club, den Mo angegeben hat, heraus, dass Tegul von der Fischfabrik dahinterstecken könnte. Dieser scheint entgegen aller Annahmen doch nicht erledigt zu sein, also nimmt Buffy den Vorschlag an. In der Wächterzentrale erfährt sie von Dawns Dämonenproblem und schmiedet einen Plan, um die lästige Organisation loszuwerden. Doch dafür sind weit mehr Jägerinnen nötig, als hier stationiert sind... Giles hat dafür endlich einen einzigen Verbündeten auf seiner Liste stehen, Charles Prescott, und Lily macht sich auf, um ein altes Orakel zu befragen. Dieses liefert einige interessante Antworten: Die Reiter suchen immer noch nach ihrem vierten Mitglied, das ihnen helfen wird, die alten Gesetze wiederherzustellen. Und was Buffy betrifft: Das Orakel teilt Lily mit, die Jägerin sei der Schlüssel, und schlägt vor, sie einfach gegen die Reiter antreten zu lassen, alles andere würde sich von selbst ergeben. Das bringt Lily auf den für mich durchaus nachvollziehbaren Schluss, die Linie der Jägerin würde sich mit Buffys Tod wieder schließen – denn schließlich war es ja die Jägerin, die den Anwärterinnen ihre Kräfte verliehen hatte. Interessant ist hier die Formulierung „Zurück blieb eine nachdenkliche Lily, die glaubte, sie habe das Orakel richtig verstanden“. Soll das etwa bedeuten, dass die ganze Geschichte von Buffy, die die Linie schließen wird, nur Hirngespinst einer alternden Wächterin ist, um es jetzt mal hart auszudrücken? Das wäre doch sehr schade, und außerdem würde der „Hauptjägerin“ eindeutig zuwenig Bedeutung beigemessen! Vorerst bleiben wir dann aber wohl bei Lilys Ansicht und können nur spekulieren...
Und die Spannung reißt auch weiterhin nicht ab. Nach einem kleinen Buffy/Giles-Vater/Tochter-Gespräch zeigt Lily etwas wahrlich erschreckendes: In einem alten Gebäude spritzt ein Wächter auf Lilys Anweisung hin sozusagen als Experiment einem Haufen voll junger Jägerinnen eine seltsame Flüssigkeit, die die Mädchen zu willenlosen Kampfmaschinen macht. War die ganze Handlung bis jetzt schon höchst interessant, so steigt die Spannung hiermit fast bis ins Unerträgliche. Auch die uns bekannte Emma gehört zu dem Projekt, des Weiteren eine Jägerin namens Dana, laut dem Wächter das Glanzstück unter den Mädchen. Lily scheint zufrieden zu sein, und außerdem noch einige Asse im Ärmel zu haben... Im Moment muss sie sich allerdings darauf besinnen, den Verräter zu entlarven, in unserem Fall Prescott. Wenigstens gesteht sie Giles die Jägerinnen zu, die Buffy braucht. Und sie wird ein weiteres Mal sentimental, ein Flashback aus Giles’ und ihrer Studienzeit. Man erkennt, dass die Wächterin auch damals schon wesentlich mehr auf den Rat fixiert war als ihr Ex-Verlobter. Wieder zurück im Jetzt weisen ihre Handlungen eine unglaubliche Skrupellosigkeit auf, denn sie lässt Prescott beseitigen und es wie einen Unfall aussehen, obwohl sie ihm zuvor versprochen hatte, ihn leben zu lassen. Es scheint zwei Sorten von Wächtern zu geben: die alte Fraktion, die immer das kleinere Übel wählt, dabei aber selbst Mord akzeptiert; und die modernen Wächter wie Giles, die auf Menschenrechte eingehen und den Kampf nie aufgeben. Leider überwiegt bisher bekanntlicherweise die erste Hälfte...
Buffy setzt derweil zum Rachefeldzug an. Obwohl es nicht einfach war, die Jägerinnen zu mobilisieren, macht sie sich mit ihnen auf den Weg zur Fischfabrik, sprengt dort die Lager in die Luft und bringt reihenweise Dämonen um die Ecke. Es wird knapp für Buffys kleine Truppe, doch sie schaffen es schließlich, unbeschadet zu entkommen. Und nicht nur das, denn Bufy kann sogar einen Waffenstillstand mit der Mafia durchsetzen! Aber Kennedy, die die zweite Truppe Jägerinnen angeführt hat, ist ziemlich sauer, und das zu Recht, denn für diesen Pakt mussten zwei der Mädchen sterben. Buffys Versuch, sich mit Ken auszusprechen, bleibt relativ erfolglos. Diese widmet sich lieber Willow, die wieder von beängstigenden Visionen geplagt wird. Auch Giles hat nichts zu lachen, als er von Prescotts Tod erfährt. Und Faith hat ganz andere Probleme, denn eine als Vampiropfer getarnte Rachedämonin mit dem klingenden Namen Gretchen (zu oft Faust gelesen?!) gewinnt Faith’ Vertrauen und ringt ihr fast einen Wunsch gegen ihre Erzfeindin Lily ab. Faith widersteht im letzten Moment, doch Gretchen erklärt ihr höhnisch, dass dies ihre letzte Chance gewesen wäre, Rache zu üben, und lässt die dunkelhaarige Jägerin völlig verstört zurück.
Eine der letzten Szenen der Folge zeigt Lily, die sich entschlossen hat, gemeinsam mit Kan Hsirg Malkuth zu bekämpfen. (Diese Frau scheint ihre Finger wirklich überall im Spiel zu haben! Stellt sich die Frage, ob ihr das irgendwann noch zum Verhängnis wird?)
Nächste Szene: Scheinbar eine Dämonendimension, und ein netter Filmzitate-Wettbewerb. Andrew und Warren? Und dann das fantastische Ende der Episode: Lilys dramatische Ansichten über die Lügen, die diese Welt allzu zahlreich bevölkern, verbunden mit kleinen Szenen, die unsere verzweifelten Protagonisten und ihre Gegenspieler zeigen. Wunderbar!
FAZIT:
Die Folge hat schon von Anfang an einen sehr guten Schreibstil und weist hohe Qualität auf.
Großes Lob an die Autoren! Ihr leistet alle ganze Arbeit und habt einen fast schon erschreckenden Ideenreichtum J
Die Folge ist insgesamt sehr Buffy-like und lässt alte sentimentale Erinnerungen aufleben. Die Handlung um Lily ist unglaublich dicht angelegt und scheint noch so einige Überraschungen zu bergen. Faith’ Ablehnung zeigt deutlich, dass sie zu einer erwachsenen Frau geworden ist, die vernünftig für sich selbst entscheiden kann. Und die Beseitigung der Organisation ist ebenfalls ein wichtiger Schritt. Aber Buffy, die Titelheldin, scheint im Moment etwas zu kurz zu kommen, und auch auf größere Handlungen in Bezug auf Xander und Andrew wird verzichtet. Hoffen wir, dass wenigstens Buffy eine eigene Folge bekommen wird (so wie wir die Serie bisher kennen ist das das staffelfinale...)!
Und es werden einige Fragen aufgeworfen: Was will Lily mit ihrem Experiment bezwecken? Was haben die rätselhaften Andeutungen des Orakels zu bedeuten? Und wie bald werden die Reiter ihren vierten Mann finden... bzw. was hindert sie momentan daran?
Alles in Allem Viereinhalb von Fünf Punkten, für den guten Schreibstil, eure Ideen, und dafür, dass ihr es Joss gleichtut und eure Staffel so beängstigend dicht anlegt!
Lg
Tamara _________________ GILES: "Now wait a minute... you think I'm evil if I bring a group of girls on a camping trip and DON'T touch them?"
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jaret Meister

Age: 25 Anmeldungsdatum: 26.05.2004 Beiträge: 964 Wohnort: Graz, AUT
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Verfasst am: Mi Sep 01, 2004 8:33 pm Titel: |
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@The Judge:
Schick es an BO! Super Review! Hat mir sehr gut gefallen, besonders wie du Paralellen zwischen Buffy's und Lily's Verhalten gezogen hast war schon ziemlich tiefgründig.
Großes Lob!
Mfg jaret  _________________ Back off before somebody gets hurt.
How 'bout I back off right after? |
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