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Gabriellas FanFic
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Gabriella
Jägerin


Age: 22
Anmeldungsdatum: 09.10.2004
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BeitragVerfasst am: Di Sep 20, 2005 10:40 am    Titel: Gabriellas FanFic Antworten mit Zitat

Okay, da ich heute nach dem Aufstehen (vor ner halben Stunde Very Happy )plötzlich ne kreative Phase bekommen hab, habe ich spontan beschlossen, auch mal nen FanFicBereich aufzumachen un euch mit meinen Ergüssen zu "erfreuen".

Disclaimer: Alle von mir in diesem Thread veröffentlichten Kurzgeschichten bauen auf dem von Joss Whedon geschaffenen Buffyverse auf. Sie wurden für Fans geschaffen und nicht mit dem Ziel, damit Geld zu verdienen. Die Rechte für die Charaktere und das Universum obliegen allein Joss Whedon, Mutant Enemy, FOX, WB und Paramount.
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Gabriella
Jägerin


Age: 22
Anmeldungsdatum: 09.10.2004
Beiträge: 1583
Wohnort: Bonn

BeitragVerfasst am: Di Sep 20, 2005 10:52 am    Titel: Antworten mit Zitat

Meine erste (Kurz)Geschichte (soll es jedenfalls werden Very Happy ) hat nichts mit P8 zu tun. Will mir das P8-Material, dass ich im Kopf hab, für ne evtl. Bewerbung aufheben. Sie spielt vor Buffys Berufung zur Jägerin bzw. nach der vierten Staffel.

Also hier erstmal der erste Teil. Ich hab noch nicht Korrektur gelesen, daher bitte nur Unstimmigkeiten oder schwere Rechtschreibfehler melden.

Ist vielleicht fürs erste etwas kurz, aber ich muss jetzt erst einmal Frühstück einkaufen, bevor ich weiterschreibe Very Happy .


Juni 1993, Sunnydale

Sie schlich sich leise an das abgelegene Lager heran. Seit Wochen verfolgte sie diese Gruppe von Vampiren schon, die wie Nomaden durch die USA zog. Dabei schienen sie nicht einmal vor ihr zu fliehen, sondern nur dem Rat ihres Führers zu folgen.

Ihr Wächter hatte sie davor gewarnt, diesem Kerl zu nahe zu kommen. Dieser Vampir verfügte über telepathische Kräfte und war in der Lage, anderen – sowohl Mensch als auch Dämon – seinen Willen aufzuzwingen.

Wenn sich Sandra diese Gruppe so ansah, hatte er diese Vampire schon voll im Griff: Sie beteten den Boden unter seinen Füßen an.

Die Jägerin schüttelte verwundert den Kopf. Sie hätte nie gedacht, dass sie mal eine Vampirsekte verfolgen würde. Ob die wohl auch ihre religiösen Botschaften an jeder Haustür verteilten?, fragte sie sich im Stillen und musste bei dem Gedanken grinsen. Doch sofort wurde sie wieder ernst. Sie musste sich jetzt auf ihre Aufgabe konzentrieren: Die Vampire vom Höllenschlund fernzuhalten.

Laut ihrem Wächter Richard Caldwell vergrößerte sich durch dieses Portal im besten Fall nur die Macht des Vampirpriesters. Im schlimmsten Fall würde der Untote jedoch das Tor zur Hölle öffnen.

In diesem Moment wurde der Kristall an ihrer Hüfte warm. Sie blickte hinunter und sah, wie er blau aufleuchtete. Das war das Zeichen: Bis auf die Vampire auf der Lichtung vor ihr hatte ihr Wächter keine Vampire ausmachen können.

Sandra atmete auf und dankte Mr. Caldwell im Stillen. Selbst wenn er als Mensch ein unglaublicher Chaot war, waren seine magischen Fähigkeiten unübertroffen. Jedenfalls in ihren Augen.

Sie zog ihr Schwert und prüfte dabei mit einem kurzen Blick den Sitz ihrer übrigen Waffen. Der Plan war einfach: Sie übernahm die Anhänger und ihr Wächter den Priester.

Also los, sagte sie sich und sprang aus ihrer Deckung hervor. Wie erwartet sprangen die Diener des Vampirpriesters sofort auf und griffen sie an.

Den Ersten köpfte sie, bevor dieser überhaupt reagieren konnte. Dann drehte sie sich einmal blitzschnell um sich selbst, um den Schwung des Schwerthiebes für einen Sidekick gegen den nächsten Vampir auszunutzen. Ihr Stiefel flog durch den Staub des Ersten auf das Kinn des Zweiten zu. Dieser wollte noch ausweichen, wurde aber durch die nachfolgenden Untoten daran gehindert. Der Tritt der Jägerin brachte ihn zusätzlich aus dem Gleichgewicht und schleuderte ihn gegen die Anderen.

In diesem Moment änderten die Vampire wie ferngesteuert ihre Taktik und begann sie einzukreisen. Doch auf Caldwell war Verlass. Bevor die Untoten ihren Plan vollständig in die Tat umsetzen konnten, gingen plötzlich hinter Sandra ein Drittel von ihnen in Flammen auf.

Die Jägerin grinste. Ein Flammenwerfer war wirklich eine gute Waffe, wenn man sich die Vampire vom Hals halten musste.

Sie wandte sich wieder den Vampire vor und neben ihr zu. Dabei fiel ihr Blick auf den Priester. Sein triumphierendes Lächeln brachte sie aus der Ruhe. Ihre Alarmglocken schrillten auf. Irgendetwas stimmte hier nicht.

Ihre Ahnung wurde bestätigt, als hinter ihr weitere Vampire aus dem Gebüsch auf ihren Wächter zustürmten und sich auf ihn stürzten. Caldwells Fähigkeiten waren wohl doch nicht ausreichend gewesen, um gegen die des Priesters anzukommen, dachte sie noch, als der Flammenwerfer durch die Luft flog.

Aber so schnell gab sie nicht auf. Ihr Schwert wirbelte durch die Luft und verwandelte einen nach dem anderen Vampir ihn Staub. Dann kamen auch ihre anderen Waffen zum Einsatz: Armbrust, Axt und für den Nahkampf der Pflock.

Ein Vampir nach dem anderen fiel ihrer Wut über den Verlust ihres Wächters zum Opfer. Doch gerade, als sie glaubte zu gewinnen, legte sich eine dunkle Wolke über sie und die plötzliche Müdigkeit versuchte sie zu lähmen.

Der Priester, ging es ihr durch den Kopf. Den hatte sie fast vergessen. Dann tat sie etwas, was sie bis jetzt nur einmal getan hatte: Sie warf ihre Waffen bis auf das Schwert und den Pflock beiseite, sammelte ihre letzten Kraftreserven zusammen und sprang mit einem Salto über die Köpfe der übriggebliebenen Vampire hinweg. Dann floh sie in den Wald hinein.
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jaret
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BeitragVerfasst am: Di Sep 20, 2005 11:58 am    Titel: Antworten mit Zitat

Guter Anfang, solche Geschichten die auch auf vergangene Ereignisse Bezug nehmen find ich gut. Und dieser erste Teil gibt einen spannenden Anfang ab. Macht Lust auf mehr, also schreib weiter.

Mfg jaret Cool
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Gabriella
Jägerin


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BeitragVerfasst am: Di Sep 20, 2005 12:07 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Okay, hier kommt der zweite Teil:

Sieben Jahre später, gleicher Ort

„Bist du sicher?“

Riley sah seine Freundin leicht genervt an. „Die Sensoren lügen nicht. Es sind Vampire dort.“

Buffy starrte abwechselnd auf die Lichtung und ihren Freund. „Da ist nichts.“, wiederholte sie noch einmal. Riley seufzte. „Ich weiß. Sie müssen so eine Art Tarnvorrichtung haben.“, erklärte er.

„Und dieses Gerät funktioniert wirklich?“ Die Jägerin ließ sich nicht so einfach überzeugen. Schon gar nicht von diesem elektronischen Kasten in Rileys Händen, der gerade wild blinkte und aus den Restbeständen der aufgelösten Initiative stammte. Ihr Freund zog nur eine Grimasse.

Buffy sah sich um. „Aber wenn sie sich unsichtbar machen können, dann könnten sie auch plötzlich hinter uns stehen. Und wir würden davon nichts mitkriegen.“

Alarmiert drehte sich Riley um. Doch er merkte schnell, dass ihn Buffy nur aufgezogen hatte, „Da ist niemand.“, meinte er überflüssigerweise und drehte sich wieder um.

„Laut deinem Gerät müssen da mindestens vier Dutzend Vampire sein. Und selbst wenn wir sie nicht sehen können, hätten wir doch schon früher irgendetwas merken müssen. Gerade unsichtbare Angreifer ziehen ziemliche Aufmerksamkeit auf sich. Und wenn es wirklich so viele sind, können die sich doch nicht einfach so verstecken.“

Die Jägerin sah ihren Freund an und merkte, dass ihre Argumentation auf sehr wackligen Füßen stand. „Okay, informieren wir die Anderen.“, gab sie nach.

Die beiden wollten sich gerade davonschleichen, als sie von einem Vampir überrascht wurden. Wie aus einem Reflex heraus zog Buffy ihren Pflock heraus und pfählte ihn, bevor Riley sie daran hindern konnte. Doch auch ihr war das erschreckende Detail nicht entgangen: Es war Nachmittag und der Vampir hatte sich nicht so verhalten, als würde er sich vor der Sonne verstecken.

Giles’ Wohnung, eine halbe Stunde später

„Und er ist ganz unbekümmert durch den Wald gelatscht, als würden ihm die Sonnenstrahlen gar nichts ausmachen.“

„Mal davon abgesehen, dass das Blätterdach der Bäume das Sonnenlicht absorbiert.“, erinnerte sie Giles. Buffy warf ihm einen genervten Blick zu.

„Der Vampir war bestimmt eine Wache. Jedenfalls wirkte er so auf mich. Da stellt sich doch die Frage: Wieso bewachen die etwas, was man sowieso nicht sehen kann?“, unterbrach Riley die beiden.

„Na ja, ihr hab sie doch auch entdeckt... mit diesem Ding da.“, antwortete Anya und deutete dabei auf Rileys Gerät.

„Ja, aber die Vampire auf der Lichtung haben wir nicht gesehen. Nur diesen. Wieso machen sie sich nicht gleich alle unsichtbar? Dann wären sie doch viel gefährlicher.“, gab Riley zu Bedenken.

„Vielleicht gehörte der Vampir gar nicht zu denen auf der Lichtung?“, meldete sich Tara schüchtern zu Wort.

„Doch, das denke ich schon.“

Für die Scoobies auf der Couch kam der Besuch überraschend. Doch diejenigen, die nahe der Tür standen, wie Giles, Buffy und Riley, rochen schon das verbrannte Fleisch, bevor Spike überhaupt gesprochen hatte.

„Und wieder einmal bereue ich es, Sie eingeladen zu haben.“, bemerkte Giles trocken.

„Ich freue mich auch, Sie zu sehen, Rupert.“, entgegnete der Vampir ebenso sarkastisch und warf seine Decke beiseite.

„Und wie kommen Sie darauf?“, wollte der Wächter gespielt gelangweilt wissen.

„Hatte der Kerl so langes, braunes Gewand an? Und war mit so nem puderähnlichem Zeug überzogen?“, wandte sich Spike an Buffy und Riley. Die beiden nickten nur.

„Sehen Sie? Beweisführung abgeschlossen.“, konterte der Vampir mit einem triumphierenden Blick auf Giles.

„Erste Frage: Warum bist du hier? Zweite Frage: Was weißt du noch? Und dritte Frage: Warum hast du uns das nicht schon früher erzählt?“, erkundigte sich Buffy kalt mit vor der Brust verschränkten Armen.

„Und was bekomme ich als Belohnung?“, wollte Spike herausfordernd wissen, doch die Jägerin blieb hart.

„Na schön. Erste Antwort: Ich habe Informationen. Zweite Antwort: Die Kerle sind ne Art Vampirsekte, die gern unter sich leben. Sie tarnen sich mit ner Art Schutzschild. Wie, weiß ich nicht. Ich weiß nur, dass es jede Menge Vampire gibt, die sich dieser Gruppe nur zu gern anschließen würden. Man sagt, ihr Anführer hätte die Macht, Vampire vor dem Sonnenlicht zu schützen.“

„Woah, dann haben wir es also doch mit Blades bösen Geschwistern zu tun.“, unterbrach ihn Xander. Dafür wurde er mit bösen Blicken und einem Stoß von Anyas Ellenbogen in seine Rippen bestraft.

Spike ließ sich durch diesen Einwurf nicht aus der Ruhe bringen. „Dritte Antwort: Ich bin erst seit nem Jahr wieder hier. Und davon war ich ne gewisse hinter Gittern. (Dabei warf er Riley einen bösen Blick zu.) Und wie gesagt, die Typen sind gern unter sich. Es ist schon eine Ehre, wenn man nur von ihrer Existenz weiß.“

Buffy verdrehte genervt die Augen.

„Und wie lange sind die schon hier?“, hakte sie nach.

„Keine Ahnung, wie lange. Aber nach dem, was ich gehört habe, länger als du. Mein Informant sagte mir, sie wurden von der Jägerin Sandra Chao verfolgt.“
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Gabriella
Jägerin


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BeitragVerfasst am: Di Sep 20, 2005 1:23 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Teil 3:

1993, Wald von Sunnydale

Sie rannte. Die Bäume flogen an ihr vorbei, während sie versuchte, der tiefer hängenden Ästen und hervorstehenden Baumwurzel auszuweichen.

Sie musste irgendwohin, von wo aus sie besser kämpfen konnte. Irgendeine Stelle, die ihr Vorteile gegenüber diesen Vampiren verschaffte. Und vor allem musste sie weg von diesem Priester.

Während sie lief, versuchte sie jeglichen Gedanken an ihren Wächter zu verdrängen. Sie durfte sich jetzt nicht ablenken lassen. Sonst würde sie diesen Kampf verlieren.

Vor ihr brach ein Vampir durchs Gebüsch. Doch sie war darauf vorbereitet. Mit einem schwungvollen Schwerthieb mähte sie ihn nieder und rannte durch den Staub hindurch weiter.

Sie wusste, dass sie nicht ewig so weiterlaufen konnte. Irgendwann würde die Erschöpfung sie einholen und dann würde sie zusammenbrechen. Und sie brauchte noch Kraftreserven für den Kampf. Sie musste sich entscheiden: Entweder Kampf oder Flucht. Dummerweise hatte sie sich in diesem Wald total verirrt.

In diesem Moment wurde der Kristall an ihrer Hüfte warm.

2000, Giles’ Wohnung

Alle Augen richteten sich auf den Wächter.

„Sandra Chao war die Tochter einer Amerikanerin und eines Chinesen. Sie wurde 1975 in Chicago geboren und mit sechszehn zur Jägerin berufen. 1993 verstarb sie. Und zwar nach den letzten Meldungen zu urteilen hier in Sunnydale. Ihre Leiche wurde nie gefunden.“, spulte Giles sofort alle verfügbaren Informationen herunter.

„Das ist alles?“, hakte Buffy erstaunt nach.

Giles seufzte. „Das Problem ist, dass ihr Wächter Richard Caldwell bei ihr war. Er starb zur gleichen Zeit wie sie. Wahrscheinlich schon vorher. Und obwohl man seine Leiche und einen Brief bei ihm fand, blieb sein Wächtertagebuch verschollen. Mehr Informationen habe ich leider nicht.“

Der Wächter wurde auf einmal unglaublich still.

„Kannten Sie ihn?“, wollte Willow besorgt wissen.

„Nur flüchtig. Er war ziemlich chaotisch. Aber trotz allem ein netter Kerl.“, antwortete der Engländer ausweichend.

Für eine Sekunde traute sich niemand etwas zu sagen. Bis auf Spike.

„Und? Wann ziehen wir los und machen sie fertig?“, erkundigte er sich.

„Wieso? Sauer, weil sie dich nicht aufgenommen haben?“, ärgerte ihn Buffy und wandte sich dann an die anderen.

„Also, was wissen wir? Diese Kerle leben abgelegen. Sie schützen sich mit irgendeiner Tarnvorrichtung vor Sonnenlicht und dem Gesehenwerden. Riley hat sogar herausgefunden, dass die Lichtung in den letzten Jahren künstlich vergrößert wurde. Und sie leben hier schon länger als ich. Das heißt, sie können sich ziemlich gut verstecken. Aber sie müssen sich auch ernähren. Und das ist ihr Schwachpunkt. Wo kriegt so ne große Gruppe genügend Blut her?“

„Vermisste im Wald.“, schlug Willow vor, doch Buffy winkte ab. „Das reicht nicht.“

„Überfälle auf Bluttransporte.“, warf Anya ein.

„Wäre eine Möglichkeit. Aber auf Dauer zu auffällig.“, antwortete Riley kopfschüttelnd.

„Ich hab’s. Die haben ne eigene Metzgerei.“, entfuhr es Xander und erntete damit die teils genervten, teils ungläubigen Blicke der Anderen.

Siedlung der Vampirsekte, gleiche Zeit

„Er ist weg. Man hat ihn getötet. Er konnte nur noch melden, dass sich zwei Menschen in der Nähe herumgetrieben haben.“, berichtete Carlos seinem Anführer, dem Priester.

Dieser seufzte. „Ich wusste, dass sie uns irgendwann finden würde. Aber ich bin trotzdem immer noch enttäuscht, dass diese Soldaten schneller waren als sie. Aber wir sind ja auf die Jägerin vorbereitet. Schließlich haben wir schon eine erledigt.“

Doch der mexikanische Vampir vor ihm wirkte nicht sonderlich überzeugt.
„Du bist noch nicht lange dabei. Aber du solltest trotzdem meinen Worten Vertrauen schenken, dass dieser Ort uns Glück bringt.“, erklärte der Priester und legte Carlos beruhigend die Hand auf die Schulter.

Hinter ihm quiekte ein verängstigtes Schwein.

„Komm. Es gibt bald Essen.“

Carlos verzog angewidert das Gesicht.

„Ja, ich weiß. Das ist auch ein Opfer, das wir bringen müssen, um zu überleben. Aber bald wird Selena die Mixtur perfektioniert haben und wir können endlich Sunnydale in Besitz nehmen.“

Bei diesen Worten lächelte der Mexikaner das erste Mal.
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Zuletzt bearbeitet von Gabriella am So Sep 25, 2005 9:02 pm, insgesamt einmal bearbeitet
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Gabriella
Jägerin


Age: 22
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BeitragVerfasst am: Di Sep 20, 2005 4:19 pm    Titel: Antworten mit Zitat

1993, Wald von Sunnydale

Sandra blieb überrascht stehen. Ihr Herz schlug ihr bis zum Hals. Was hatte das zu bedeuten? War ihr Wächter noch am Leben? Sie hatte ihn zwar nicht direkt sterben sehen. Aber aus dieser Menge Vampire, die sich auf ihn gestürzt hatte, konnte er nie lebend herausgekommen sein.

Und wenn doch? Hoffnung keimte in ihr auf. Schließlich war der Zauber mit dem Stein seine Erfindung gewesen. Und so schnell konnten sie ihn gar nicht zum Vampir machen.

Aber was war, wenn der Priester über so große Macht verfügt, dass er den Zauber ebenfalls durchführen konnte? Schließlich hatte er gezeigt, dass er Caldwells Aufspürungszauber wirkungsvoll entgangen war.

Sie durfte nicht zurück. Das war eine Falle. Das erste Gebot des Rates war immer, dass die Jägerin überleben sollte, solange sie es konnte. Ihr Überleben war wichtig, nicht das ihres Wächters. Und da er wahrscheinlich schon tot war, musste sie verschwinden.

Sie wollte gerade weiterlaufen, als hinter ihr etwas durch die Luft zischte. Blitzschnell drehte sie sich herum und wurde von Caldwells Zauber getroffen. Sie wusste, dass er von ihm stammte. Schließlich kannte sie ihn schon seit drei Jahren. Das war seine Magie.

Und sie wusste auch, dass er noch am Leben war. Sonst würde er ihr nicht befehlen, nicht zurückzukehren, um nicht in die Falle zu tappen.


Etwa sechshundert Meter von der Jägerin entfernt hielt der Priester kopfschüttelnd Caldwells Kristall in die Höhe.

Der Wächter lag schwerverletzt vor ihm auf dem Boden und keuchte. Der Warnzauber gerade eben hatte seine letzten Kraftreserven aufgebraucht. Er wusste, dass er nicht überleben würde. Doch er starrte seinen Gegner mit all der Wut in den Augen an, die er aufbringen konnte.

„Das war nicht nett. Dafür werde ich dir das Genick brechen.“

Der Vampirpriester trat näher an Caldwell heran und beugte sich zu ihm hinunter. Dabei bekam der Wächter die ganze bösartige Aura des Priesters zu spüren.

„Und dann werden wir deine Jägerin einfangen und sie mit Haut und Haaren verspeisen.“, flüsterte der Vampir dem Engländer ins Ohr, bevor er ihm die Hände an die Schläfen legte.

2000, Giles’ Wohnung

„Nichts. Überhaupt nichts Auffälliges.“, meldete sich Willow frustriert zu Wort, während Tara ihr seufzend über die Schulter sah. „Langsam glaube ich wirklich, Xander hat Recht.“

Buffy seufzte und legte ihr Buch beiseite. „Habt ihr irgendwas über diesen Vampirpriester gefunden?“, erkundigte sie sich bei Giles, Anya, Xander und Riley.

„Hier gibt es einen magisch begabten Vampir namens Laos. Aber der schart kein Gefolge um sich, sondern verspeist andere Vampire und Dämonen, um sich ihre Kraft einzuverleiben.“, antwortete Giles kopfschüttelnd. „Aber ich glaube, der kommt für uns nicht in Frage.“

„Warum lesen Sie uns das dann vor?“, beschwerte sich Anya mit angewidertem Gesicht.

„Genau. Jetzt hab ich keinen Hunger mehr.“, stimmte Xander zu und legte mit gequältem Gesichtsausdruck seinen angebissenen Donut beiseite.

„Stell dich doch nicht so an. Das Problem ist doch, dass so ein mickriger Vampir meint, er müsse unbedingt Dämonen verspeisen.“, redete sich die Ex-Dämonin in Rage.

„An, wir haben das schon beim ersten Mal verstanden, als es Giles gesagt hat. Und wir finden alle, dass das widerlich und anmaßend ist.“, beruhigte Xander seine Freundin.

Anya riss sich zusammen und wandte sich wieder an den Wächter. „Sonst noch was?“

„Nun ja, obwohl es nicht in der Natur der Vampire liegt, sie zu allzu großen Gruppen zusammenzufinden, gibt es durchaus solche mehr oder weniger mystische Verbindungen. Der Meister und sein Orden der Bruderschaft des Aurelius ist ein Beispiel. Und wir haben ja schon bei Adam gesehen, dass ein starker Führer nötig ist, um eine Gruppe von Vampiren unter seine Kontrolle zu bringen. Aber eine Gemeinschaft diesen Ausmaßes ist sehr selten. Selbst wenn man bedenkt, dass diese Sekte in den letzten Jahren gewachsen sein muss.“, erklärte Giles und sah dann Spike an.

„Haben Sie versucht, dort hineinzukommen?“, erkundigte er sich bei dem Vampir.

„Was? Bin ich irre? Die Typen haben den Ruf, die Vampirversion der Zeugen Jehovas zu sein. Glauben Sie wirklich, ich hab Bock auf so nen religiösen Scheiß?“, konterte Spike beleidigt.

„Heißt das, wir haben gar nichts? Keine Infos über diesen Kerl, der Vampire am Tag herumlaufen lassen kann, ohne dass sie verbrennen?“, mischte sich Anya wieder ein.

„Fakt ist, dass die Informationen, die wir brauchen, die konkret genug sind, um uns weiterzuhelfen, in Caldwells Wächtertagebuch stehen.“, fasste Giles ihre Recherchearbeit zusammen.
„Hat denn der Rat nie versucht, dieses Tagebuch zu finden? Oder diese Siedlung auszulöschen?“, meldete sich Tara zu Wort.

„Natürlich gab es Versuche in der Richtung. Aber es scheint, dass Caldwell den Ort, an dem er das Tagebuch versteckt hatte, verzaubert haben muss. Wahrscheinlich wollte er nicht, dass der Vampirpriester es findet. Oder die Vampire haben es schon gefunden und zerstört. So, wie sie sich abschotten, scheinen sie nicht gerade daran interessiert zu sein, dass jemand konkrete Informationen über sie hat. Und da die amtierende Jägerin zu diesem Zeitpunkt mit anderen Gegner beschäftigt war - .“

„Der Rat war sich wieder mal zu fein für die harte Arbeit.“, kommentierte Buffy säuerlich.

Giles verzog das Gesicht. „Dazu muss man sagen, dass die Siedlung vom Rat nie gefunden wurde. Er hatte nicht einmal eine Ahnung davon, dass sie existiert. Man nahm wegen der hinterlassenen Spuren der Vampire an, dass sie weitergezogen wären.“

„Also, ich weiß nicht, wie es euch geht. Aber da draußen laufen Vampire im hellen Sonnenlicht rum. Und ich hab so im Gefühl, dass da irgendetwas im Busch ist. Schließlich sind wir hier ja am Höllenschlund. Vielleicht sollten wir weniger quatschen und vielmehr kämpfen.“, mischte sich Spike ungeduldig ein.

„Natürlich. Nachdem du uns schon an Adam verraten hast, folgen wir dir noch einmal in eine Falle. Denkst du, wir sind blöd?“, wies ihn Buffy wütend zurecht.

„Und wenn er Recht hat?“, warf Riley plötzlich ein und erntete damit einen zornigen Blick von seiner Freundin.

„Buffy, die sind hier schon seit über sieben Jahren. Wir haben Glück, dass sie bis jetzt noch nichts verbrochen haben. Schließlich sind wir hier – wie Spike schon sagte – am Höllenschlund. Und wir können nicht davon ausgehen, dass sie friedliebend sind. Wir sollten sie, so schnell es geht, vernichten.“, versuchte er die Jägerin zu überzeugen.

„Und was schlägst du vor? Wir können diese Kerle erst sehen, wenn sie unter ihrer Tarnkappe rauskommen. Solen wir etwas blindlings drauflosschlagen?“, wollte Xander wissen.

„Wie wär’s, wenn wir sie ausräuchern?“, schlug Riley vor.



PS: Ihr könnt ruhig kritisieren, wenn ihr wollt. Werd mich nicht gleich von der nächsten Brücke stürzen Very Happy .
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Aries
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BeitragVerfasst am: Di Sep 20, 2005 4:27 pm    Titel: Antworten mit Zitat

@Gabriella

Hm, wow, du bist aber fleissig heute. Smile Wink

Hab' bis jetzt nur den ersten Teil lesen können, aber der gefällt mir schon mal sehr gut. Den Rest werde ich hoffentlich heute Abend noch lesen können und dann schreib' ich auch noch was Genaueres...

MfG, Aries
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Gabriella
Jägerin


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BeitragVerfasst am: Di Sep 20, 2005 5:43 pm    Titel: Antworten mit Zitat

@ Aries: Es so einer der Vorteile, wenn man krank ist. Man hat viel Zeit. Manchmal mehr, als einem lieb ist.

Außerdem bin ich jemand, der zwar oft viel auf einmal schreibt, aber wenn einem dann nichts mehr einfällt, Texte tagelang vor sich herschiebt.
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jaret
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BeitragVerfasst am: Mi Sep 21, 2005 6:55 am    Titel: Antworten mit Zitat

Spannende Geschichte bis jetzt, locker leichte Fanfickost für zwischendurch und dabei so geschrieben, dass man Lust auf mehr kriegt.

Freu mich schon auf den nächsten Teil.

Mfg jaret Cool

P.S.: Gute Besserung wünsch ich dir natürlich auch!
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Gabriella
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BeitragVerfasst am: Mi Sep 21, 2005 3:45 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Nächster Teil:

Bibliothek von Sunnydale, gleiche Zeit

Das war das Buch, nach dem sie gesucht hatte: das beste Fachbuch für höhere Chemie, das es hier in Sunnydale gab. Hoffentlich brachte ihr das den entscheidenden Durchbruch, den sie benötigten, um den Höllenschlund entgültig unter ihre Kontrolle zu bringen.

Sie lächelte bösartig. Bald würde ihre Mixtur perfekt sein. Und dann würden sie nicht einmal die Jägerin und ihre Freunde sie aufhalten können. Und sie hatten nicht einmal gemerkt, dass die Gruppe sie schon seit drei Jahren beschattete, um alles über sie und ihre Mitstreiter herauszufinden. Und über ihre Schwächen.

Sie hatten eigentlich nur warten müssen, bis dieser Angelus verschwunden war. Seltsamerweise schien Merinos ihn zu fürchten. Doch da der Priester auch über hellseherische Fähigkeiten verfügte, zog sie seine Entscheidungen bezüglich der Zukunft nur selten in Frage.

Doch dann waren diese Soldaten aufgetaucht. Sie musste bei dem Gedanken an die Initiative grinsen. Nicht wirklich ernstzunehmende Gegner für sie, aber sie hatten nicht riskieren können, von ihnen gefangengenommen und untersucht zu werden. Dafür war ihr Plan zu diesem Zeitpunkt noch nicht ausgereift genug gewesen.

Sie nahm das Buch aus dem Regal und blätterte darin. Ja, das würde ihr weiterhelfen. Damit würde sie den fehlenden Baustein finden, um ihre Salbe zu einer wirksamen Waffe zu machen.

Und dass die Jägerin jetzt von ihrer Existenz erfuhr, war zudem noch eine größere Herausforderung für sie.

Sie drückte das Buch an sich und ging schnurstracks zum Ausleihschalter. Sie musste sich beeilen, damit sie rechtzeitig fertig wurde.

„Ah, Selena, schön, Sie wiederzusehen.“

Die Vampirin lächelte die ältere Frau übertrieben freundlich an. Seit Mrs. Gruber sie darauf hingewiesen hatte, mehr zu essen, weil sie doch so blass sei, hatte Selena beschlossen, die Bibliotheksmitarbeiterin als erste zu beißen.

Mrs. Gruber sah der jungen Frau lächelnd hinterher, ohne zu ahnen, wie knapp sie gerade ihrem Tod entronnen war.

Vor der Lichtung im Wald, etwa eine halbe Stunde später

„Okay. Und was jetzt? Werfen wir jetzt Molotowcocktails?“, erkundigte sich Xander leise.

„Du bist manchmal gar nicht so dumm, wie du immer tust.“, zog ihn Riley auf, während er einige Flaschen mit hochprozentigem Inhalt hervorholte.

„Das kommt davon, wenn man dem Soldaten die Versorgung mit Brennmaterial überlässt.“, meldete sich Spike beleidigt von hinten zu Wort.

„Sie sollten lieber aufpassen, dass Sie sich nicht zu sehr der Sonne aussetzen, sondern können wir Sie als Brennmaterial verwenden.“, konterte Giles trocken und brachte den Vampir damit zum Schweigen.

„Na schön. Dann werfen wir also diese Dinger und erledigen die, die rauskommen?!“, fasste Xander den Plan zusammen.

„Ist doch ganz einfach, oder?“, beantwortete Buffy und wollte gerade nur etwas näher an die Lichtung herangehen, als Riley sie zurückhielt.

„Nicht. Bleib hier.“

Die Jägerin sah ihn erstaunt an.

„Riley, kann es sein, dass Sie uns etwas verschwiegen haben?“, hakte Giles mit einem wütenden Unterton in der Stimme nach.

Der ehemalige Soldat seufzte auf. „Nun ja, es kann vielleicht sein, dass ich einige Informationen bewusst zurückgehalten habe.“, wandte er ein.

„Was im Prinzip dasselbe ist.“, unterbrach ihn Spike, wofür er böse Blicke erntete.

Beleidigt zog er sich zurück.

„Wieso soll ich da nicht hingehen, Riley?“, wollte Buffy misstrauisch wissen.

„Na schön. Was ich euch nicht gesagt habe, war, dass die Initiative schon versucht hat, diese Kerle anzugreifen. Wir hatten sie auf unserem Schirm, konnten sie aber mit bloßem Auge nicht sehen. Zuerst dachten wir, es sei nur eine einfache Tarnvorrichtung, aber dann - . Buffy, die Soldaten, die unvorsichtigerweise versucht haben, dieses Schild oder was auch immer zu durchbrechen, sind einfach tot umgefallen.“

„Und wann wolltest du uns das sagen? Das ist keine von den Infos, wo man „Ooups, hab ich wohl vergessen zu erwähnen.“ sagen kann, wenn’s zu spät ist.“, wies Xander ihn wütend zurecht.

„Deswegen wolltest du also, dass wir sofort hierher kommen.“, schlussfolgerte Buffy.

„Buffy, die Initiative hat diese Vampire als gefährlich eingestuft. Wir haben mehrmals versucht, durch ihre Verteidigung zu kommen, aber nichts hat funktioniert. Und dann kam Adam dazwischen.“, verteidigte sich Riley schwach.

„Und deswegen hast mich auch zu dieser Lichtung geschleppt. „Hey, Buffy, ich hab da was entdeckt.“ “, fuhr die Jägerin fort, während sie die Stimme ihres Freundes nachäffte.

Riley machte eine abwehrende Handbewegung und gab sich geschlagen. „Na gut, es tut mir Leid. Ich hätte gleich alles erzählen sollen. Ich wollte nur nicht auf die Initiative zu Sprechen kommen. Vor allem nicht nach euren schlechten Erfahrungen mit Adam und Prof. Walsh.“

Bevor Buffy irgendetwas erwidern konnte, schlichen sich Willow, Tara und Anya zu ihnen zurück.

„Sämtliche Wächtervampire ausgeschaltet!“, meldete die rothaarige Hexe. Dann bemerkte sie die Spannung in der Luft. „Was ist los?“

„Riley hat uns etwas verschwiegen.“, informierte sie Xander knapp, während sich die Jägerin wieder an ihren Freund wandte: „Und woher willst du dann wissen, dass man sie einfach so ausräuchern können?“

„Wir haben damals keine Granaten oder Ähnliches eingesetzt, weil wir den Verdacht hatten, sie würden hochexplosives Material lagern. Wegen der Tarnvorrichtung.“

„Klar, wenn Dämonen sich tarnen, lagern sie immer Plastiksprengstoff in ihrer Waffenkammer. Als nächstes behauptest du noch, diese Vampire ziehen in den Heiligen Krieg.“, meldete sich Spike wieder zu Wort.

„Oh, will da jemand freiwillig testen, ob der Abwehrmechanismus noch funktioniert?“,
konterte Xander bissig.

Obwohl Buffy nicht gerade über Rileys Verschwiegenheit begeistert war, lief ihnen die Zeit davon. Wenn sie hier noch länger herumstanden und diskutierten, würden sie den Überraschungseffekt ganz sicher verspielen. Wenn die Vampire nicht schon jetzt wussten, dass sie hier waren.

„Leute, langsam sollten wir anfangen.“, ermahnte sie ihre Freunde.

„Buffy hat Recht.“, stimmte ihr Giles zu. „Beten wir, dass Rileys Plan trotz fehlender Informationen gelingt.“, fügte er hinzu und warf dem Ex-Soldaten einen wütenden Blick zu.

„Wir sollten uns aufteilen, damit wir sie effektiver angreifen können.“, erklärte die Jägerin und begann, zusammen mit Riley, die Waffen zu verteilen.

Als erste machten sich Xander und Anya und Willow und Tara jeweils zu zweit in entgegengesetzte Richtungen auf den Weg. Dann folgten ihnen Buffy und Riley.

Zurück blieben Spike und Giles.

„Immer diese verdammte Pärchenbildung.“, knurrte der Vampir. „Ich bin auch nicht begeistert. Aber Sie müssen ja sowieso hier im Schatten bleiben.“, erinnerte ihn der Wächter. „Also konzentrieren wir uns auf den Kampf.“

1993, gleicher Ort

Sie zögerte. Ihr Wächter war noch am Leben. Aber wie lange noch?

Sie wusste, dass sie, selbst wenn sie umkehren würde, ihn nicht mehr retten konnte. Also lief sie weiter, weg von der Lichtung, dem Priester und Richard Caldwell, der wie ein Vater für sie gewesen war.

Sie versuchte sich auf ihre Flucht zu konzentrieren und darauf, wie sie es schaffen sollte, zu überleben. Aber immer wieder wanderten ihre Gedanken zurück zu ihrem Wächter.

Sie waren so kurz davor gewesen, diesen Priester zu besiegen. Sie hätten es beinahe geschafft, wenn sie nur noch ein paar Tage gewartet hätten. Dann wäre Caldwells Erfindung ausgereift gewesen, um sie alle zu vernichten.

Sandra blieb wie angewurzelt stehen. Die Erfindung! Verdammt! Das hatte sie total vergessen. Ihr Wächter hatte alles notiert: Die Formeln, die Zutaten, alles! Er wollte seine Forschungsergebnisse und Erfindungen dem Rat hinterlassen und hatte sie daher in seinem Wächtertagebuch haarklein dargestellt.

Und wenn dieser Priester dieses Tagebuch fand, war sie geliefert. Wenn all diese Waffen im Kampf gegen das Böse plötzlich vom Bösen selbst verwendet wurden, dann, so war sich Sandra sicher, würden mehr als nur ein paar Jägerinnen bei dem Versuch draufgehen, diesen Vampir zu töten.

Er durfte es nicht finden! Und wenn sie laut Rat nicht für das Leben ihres Wächters sterben durfte, dann wenigstens, um die Herrschaft dieses Vampirpriesters über die Welt zu
verhindern.

Die Jägerin drehte sich um und rannte den Weg zurück, den sie gekommen war. Sie konnte ja nicht ahnen, dass ihr Wächter schon Vorkehrungen dafür getroffen hatte, damit ihr Gegner sein Tagebuch nie in die Hände geriet.



PS:
Zitat:
Fanfickost
: Findest du nicht auch, dass dieses Wort unheimlich doppeldeutig aussieht Very Happy ?

PPS: Sorry, hab heut meine alberne Phase. Das sind wahrscheinlich die Halstabletten.
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Gabriella
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BeitragVerfasst am: Fr Sep 23, 2005 3:03 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Teil 6:

2000, gleicher Ort

Auf ein vorher abgesprochenes Zeichen hin warfen alle acht die Waffen, die Riley ihnen mitgebracht hatte: hauptsächlich Molotowcocktails und Handgraten.

Willow sah erstaunt dabei zu, wie ihre Handgranate auf die Lichtung zuflog und plötzlich verschwand.

„Und Riley ist sich wirklich sicher, dass das funktioniert?“, wollte Tara zweifelnd wissen. Dann explodierte etwas vor ihnen und auf einmal wurden Holzsplitter sichtbar, die aus dem getarnten Bereich heraus auf sie zuflogen.

Schnell duckten sich die beiden hinter die Büsche.

„Ich möchte nicht wissen, welche Waffen die da unten noch gelagert haben.“

Giles sah den blonden Vampir stirnrunzelnd an und dachte kurz nach. Dann schüttelte er den Kopf und warf die nächste Granate.

„Darüber sollten wir uns jetzt keine Gedanken machen.“, ermahnte er Spike und zündete einen Molotowcocktail an.

Die ersten Vampire, die die Siedlung fluchtartig verließen, liefen direkt Anya und Xander in die Arme.

„Na toll, ausgerechnet bei uns Loser kommen sie zuerst.“, beschwerte sich die Ex-Dämonin und hob ihr Schwert.

„Hey.“, entfuhr es Xander. Er sah seine Freundin empört an, bis er von einem Vampir abgelenkt wurde, der direkt auf ihn zugelaufen kam. Bevor er noch darüber nachdenken konnte, hatte er den Untoten schon geköpft. Mit klopfendem Herzen warf er seiner Freundin einen bösen Blick zu und stürzte sich dann mit ihr in den Kampf.

Auf Buffy und Riley waren die Vampire besser vorbereitet. Die Jägerin wurde von einem plötzlich in der Luft auftauchenden Vampir fast umgerissen. Doch sie nutzte seinen Schwung aus, um ihn von sich zu schleudern. Dann zog sie ihren Pflock und pfählte ihn.

Riley bekam es gleich mit zwei Untoten zu tun, die sich gleichzeitig auf ihn stürzten. Den ersten wehrte er mit einem Frontkick in den Magen ab, während der zweite ihn von der Seite angriff. Der Ex-Soldat wirbelte ihn herum und benutzte ihn als Schild gegen den ersten, der sich zu schnell wieder erholt hatte: Er warf den einen Vampir gegen den anderen und setzte einen Sidekick gegen die Brust des vorderen nach. Dann pfählte er sie beide nacheinander.

Spike empfing seinen ersten Gegner mit einem gezielten Faustschlag ins Gesicht, während Giles zwei weitere mithilfe seiner Armbrust zu Staub verwandelte. Der Wächter schleuderte
dem nächsten Gegner, der ihm zu nahe gekommen war, seine Waffe ins Gesicht und rammte ihm zusätzlich seine Faust in den Magen. Nachdem er den Vampir mit einem übriggebliebenen Pfeil aus seiner Armbrust gepfählt hatte, wurde er von links attackiert und mitgerissen. Er prallte gegen Spike, der seinen Fall abfing.

„Ducken Sie sich!“, befahl der blonde Vampir und köpfte den Angreifer haarscharf über Giles’ Kopf hinweg. Dafür pfählte der Wächter Spikes Gegner, der versucht hatte, den Vampir von der Seite her zu überrumpeln.

„Jetzt sind wir quitt.“, erinnerte er den blonden Vampir, bevor er den nächsten Angreifer mit einem Sidekick zurückschlug.

Währenddessen versuchten Willow und Tara, das Schutzschild mit verschiedenen Zaubersprüchen zu umgehen. Da auf ihrer Seite nur vereinzelt Vampire zum Vorschein kamen, waren sie dazu übergegangen, die Lichtung mit vorher vorbereiteten Elixieren zu bewerfen. Doch bis jetzt hatten sie wenig Erfolg gehabt.

„Probier es mal hiermit.“, schlug Tara ihrer Freundin vor und warf ihr ein Fläschen mit grün-blauem Inhalt zu.

Die rothaarige Hexe schleuderte es gegen das Schutzschild. Plötzlich zeigte sich zum ersten mal eine Reaktion: Das Fläschen verschwand nicht wie die anderen zuvor, sondern zerbarst an der unsichtbaren Wand. Gespannt beobachteten Tara und Willow, wie das Schutzschild zu flackern begann. Das Flackern wurde stärker und bläuliche Ader spannten sich über die Lichtung wie eine Kuppel. Die Luft begann zu knistern wie bei einem Feuer und das Schutzschild begann, Funken elektrischer Ladung zu sprühen.

Willow und Tara wichen erschrocken zurück, um nicht getroffen zu werden.

Langsam wurden Konturen der Siedlung sichtbar: Holz- und vereinzelte Steinhütten, die brannten und Vampire, die sich über große Bottiche beugten, sich mit irgendetwas einrieben und dann Richtung Wald flüchteten. Doch auch der plötzlich zu hörende Lärm, die Schreie der Untoten und das Krachen der in sich zusammenfallenden Gebäude kündigte den Zusammenbruch der Tarnvorrichtung an.

Doch bevor das Schutzschild entgültig nachgab, schoss ein Strahl aus weiß-rosafarbigem Licht aus dem größten steinernen Gebäude hervor und erneuerte mit einem lauten Knall die Tarnung. Wieder war nur eine leere und stille Lichtung zu sehen.

Willow und Tara seufzten frustriert auf.

„Na ja, wenigstens wissen wir jetzt, in welche Richtung dieser Zauber geht.“, munterte Tara ihre Freundin auf, als sie von einem aus dem Nichts auftauchenden Vampir angegriffen wurde.

Mit einem Aufschrei ging sie unter seinem Gewicht zu Boden. Willow kramte aus ihrer Tasche schnell einen Beutel hervor.

„Hey, du! Und was ist mit mir?“, lenkte sie die Aufmerksamkeit des Vampirs auf sich.

Als er sie ansah, streute sie ihm schnell etwas von dem roten Pulver aus dem Beutel in die Augen. Der Untote schrie vor Schmerz auf und presste beide Hände aufs Gesicht. Tara holte ihren Pflock hervor und tötete ihn, bevor die Wirkung des Pulvers nachließ.

„Ist alles in Ordnung mit dir?“, erkundigte sich Willow besorgt, während sie ihrer Freundin aufhalf.

„Mir geht es gut.“, beruhigte Tara die rothaarige Hexe und schenkte ihr ein liebevolles Lächeln.

„Wir sollten dieses verdammte Schutzschild außer Kraft setzen, bevor der nächste Vampir versucht, uns davon abzuhalten.“, lenkte sie dann Willows Aufmerksamkeit wieder auf die Lichtung.

„Lass sofort meinen Freund los, du widerlicher Arsch.“, brüllte Anya und rammte dem Vampir, der Xander würgte, einen dünnen Ast in die Brust. Der Untote hatte Xander im Kampf von hinten überrascht und ihm die Waffe aus der Hand geschlagen.

„Wääh! Was ist denn das? Hat der Bodylotion benutzt?“ Die Ex-Dämonin wischte die Hand, mit der sie versehentlich den Arm des Untoten berührt hatte, mit angewidertem Gesicht an ihrer Hose ab.

„Danke, An.“, keuchte Xander. „Ich lie-.“

Bevor er zuende sprechen konnte, hatte ein weiterer Vampir Anya von hinten gepackt und zu Boden geschleudert. Ihr Freund schnappte sich seinen Pflock, der vor ihm auf den Boden lag. Er pfählte den Gegner, der gerade versuchte, Anya in den Hals zu beißen.

„Was wolltest du gerade sagen?“, hakte Anya nach, während sie sich aufrappelte. Doch sie wurden von weiteren Untoten unterbrochen, die sie voneinander trennten.

„Ihr verdammten Vampire! Könnt ihr nicht einmal zehn Sekunden Ruhe geben?“, beschwerte sich die Ex-Dämonin bei einem Gegner, als sie ihm mit voller Wucht gegen das Schienbein trat.

Dann sah sie etwas, was sie erschreckt aufschreien ließ: Xander wurde von zwei Vampiren gepackt, die ihn anscheinend aus die Lichtung werfen wollten. Anya pfählte kurzerhand ihren Gegner, um ihrem Freund zu Hilfe zu kommen. Dabei gingen ihr Rileys Worte durch den Kopf: „Buffy, die Soldaten, die unvorsichtigerweise versucht haben, dieses Schild oder was auch immer zu durchbrechen, sind einfach tot umgefallen.“

Anya schaffte es zwar, mit einem Sprung den einen Vampir zu Boden zu stoßen, doch zu diesem Moment flog Xander schon durch die Luft auf die Lichtung zu.

„Xander! Nein!“

Anyas Aufschrei gellte durch diesen Teil des Waldes und zog die Blicke der restlichen Kämpfer auf die Lichtung. Alle hielten den Atem an, als Xander auf das Schutzschild zuflog.

Er selbst wartete nur darauf, die unsichtbare Wand zu spüren und dass dann von einer Sekunde auf die andere sein Herzschlag aussetzte. Aber alles was er fühlte, war ein leichter Stromschlag. Und wie er schließlich mit dem Rücken hart auf dem Waldboden aufschlug. Der
Aufprall presste ihm die Luft aus der Lunge und der Schmerz hindert ihn vorerst am Aufstehen. Keuchend blieb er liegen, bis Pochen in seinem Rücken langsam nachließ. Dann richtete er sich vorsichtig auf.
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Gabriella
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BeitragVerfasst am: So Sep 25, 2005 9:54 am    Titel: Antworten mit Zitat

Teil 7:

Tief im Wald von Sunnydale, gleiche Zeit

Die kleine Schar Vampire materialisierte sich weit weg von dem Geschehen auf der Lichtung.

„Warum sind wir hier gelandet und nicht gleich in der Siedlung?“, beschwerte sich Carlos.

Merinos sah den mexikanischen Vampir durchdringend an. „Oh, ich hätte dich auch dort lassen können. Dann wären wir bestimmt fünfhundert Meter weiter gekommen.“, antwortete er ihm in einem gefährlich ruhigem Tonfall. Dann packte er ihn am Hemdkragen und zog ihn zu sich heran. „Du solltest froh sein, dass du der Jägerin nicht in die Hände geraten bist. Die wäre nicht so nett zu dir wie ich und würde sich dein tägliches Gejammer anhören. Aber irgendwann ist auch meine Geduld zuende. Und du solltest beten, dass dann kein spitzer Gegenstand aus Holz in Reichweite ist, so wie jetzt.“

Dann ließ er seinen Untergebenen einfach fallen. Carlos schluckte hart. Er hatte den Wink auf Anhieb verstanden.

„Außerdem muss ich meine Energie sammeln, falls unsere Gegner unser Versteck finden. Und diese Hexe würde bestimmt herausbekommen, wohin ich mich teleportiert habe. Sie war schließlich mächtig genug, um fast das Schutzschild außer Kraft zu setzen.“, setzte er hinzu und machte sich auf den Weg Richtung Stadt.

„Dann geben wir diese Siedlung also einfach so kampflos auf?“, wollte Chester, ein weiterer Vampir wissen.

Der Priester blieb stehen und drehte sich zu ihm um. „Wir können nicht zulassen, dass sie den Kristall in die Finger bekommen.“, erinnerte er den Untoten und lief dann weiter.

„Kommt schon. Wir sollten Selena nicht warten lassen.“, forderte er die anderen Vampire auf, ihm zu folgen.

Vor der Lichtung im Wald, gleiche Zeit

Xander sah sich erstaunt um. Das Kraftfeld, das die Siedlung geschützt hatte, war von einer Sekunde auf die andere verschwunden.

Er blickte dankbar zu Willow hinüber, doch die schüttelte nur verwirrt den Kopf.

Anya hatte inzwischen die ebenfalls überraschten Vampire erledigt und lief nun zu ihrem Freund. Froh darüber, dass er noch am Leben war, drückte sie ihn, so fest sie konnte, an sich.

„Du lebst.“, jubelte sie und hinderte ihn dabei am Aufstehen.

„Ja, ich weiß, An. Aber wenn du mich weiter so drückst, weiß ich nicht, wie lange noch.“, wandte er ein und machte sich von ihr los.

„Wo sind die ganzen Vampire hin?“, wollte er wissen, nachdem er sich noch einmal
umgesehen hatte.

„Sie hauen alle ab! Und das ohne sich zu wehren.“, erklärte ihm Buffy. Sie kam auf ihn zu gelaufen, um zu sehen, ob er auch wirklich in Ordnung war. Nacheinander kamen alle Scoobies auf die Lichtung. Nur Spike hielt sich vorsichtshalber im Schatten verborgen.

„Was ist da passiert?“, wollte Riley wissen.

„Scheinbar hat sich unser Priester aus dem Staub gemacht. Und mit ihm ist auch der Zauber verschwunden, der das Schutzschild erzeugt hatte.“, vermutete Giles.

„Ich war’s jedenfalls nicht.“, warf Willow entschuldigend ein. „Ja, aber du warst sehr nah dran. Wahrscheinlich ist er nur deswegen abgehauen.“, versuchte Tara sie wieder aufzubauen.

„Na ja, egal, warum er weg ist. Wichtig ist doch, dass er entkommen ist, ohne dass wir etwas davon bemerkt haben. Mal abgesehen von dem Verschwinden dieses Kraftfeldes. Und irgendwo muss er doch hin sein, oder?“, unterbrach Buffy die beiden, um wieder auf das Wesentliche zu kommen.

„Du meinst, dass sie noch irgendwo ein Versteck haben?“, schlussfolgerte Riley und sah seine Freundin fragend an.

„Keine Ahnung. Sag du’s mir. Du weißt schließlich mehr über diese Kerle als ich.“, gab die Jägerin schnippisch zurück und brachte den Ex-Soldaten damit zum Schweigen.

„Vielleicht sollten wir uns da besser an unseren untoten Informanten halten. Falls er sich nicht ebenfalls schon aus dem Staub gemacht hat.“, schlug Xander mit einem suchenden Blick in Spikes Richtung vor.

„Oh nein. Ich bin noch da. Ich hab nicht vor, in der nächsten Zeit als ein Häufchen Asche zu enden.“, ertönte sofort die Stimme des Vampirs aus einem Gebüsch nahe der Lichtung.

„Gib’s doch zu: Du willst nur wissen, wie sich diese Kerle vor dem Sonnenlicht schützen.“, zog ihn Buffy auf.

„Da du gerade davon sprichst: Ich hab da so ne Theorie.“, meldete sich Willow zu Wort und ging auf einen der Bottiche zu. Die Anderen folgten ihr.

Sie zeigte auf die gelblich-weiße Flüssigkeit, die sich in dem Bottich befand. „Ich hab gesehen, wie sie sich damit eingerieben haben.“, informierte sie ihre Freunde.

Anya tauchte einen Finger in die lotionsartige Masse und roch dann daran. „Ja. Das ist das Zeug, dass dieser Vampir am Arm hatte.“ Sie wandte sich an die Anderen. „Was ist das? So ne Art Dämonenfeuchtigkeitscreme?“, wollte sie neugierig wissen.

Willow nahm ein leeres Fläschen aus ihrer Tasche und füllte es mit der Flüssigkeit. „Das werden wir bald wissen.“, versprach sie.

„Hoffen wir, dass es uns auch Aufschluss darüber gibt, wohin unser Priester hin sein könnte.“, fügte die Jägerin hinzu.

Giles’ Wohnung, etwa eine halbe Stunde später

„Sie haben ein Fax bekommen.“, informierte Willow den Wächter, während sie ihren Laptop an das Telefonnetz anschloss.

„Oh, gut. Das wird uns hoffentlich weiterhelfen.“, antwortete Giles und nahm der Hexe das Blatt Papier aus der Hand.

„Was ist das?“, wollte Buffy sofort wissen.

„Das ist der Brief, der bei der Caldwells Leiche gefunden wurde.“ Der Wächter legte das Papier vor sich auf den Schreibtisch und setzte sich.

„Und wie hilft uns der weiter?“, hakte Xander nach.

„Es ist ein Abschiedsbrief. Ein sehr seltsamer Abschiedsbrief. Jedenfalls für den Caldwell, den ich kannte.“, erwiderte Giles, während er sich den Brief stirnrunzelnd durchlas.

„Sie glauben, er gibt darin irgendwelche Hinweise darauf, wo er sein Tagebuch versteckt hat?!“, vermutete Willow und der Wächter nickte.

„Was haben Sie nur immer mit diesem Tagebuch?“ Buffy seufzte genervt auf.

„Wie ich schon gesagt habe, finden wir darin höchstwahrscheinlich wichtige Informationen über den Priester. Außerdem – .“ Der Wächter zögerte kurz, bevor er fortfuhr. „Außerdem war Richard Caldwell ein begnadeter Erfinder und Magier. Und ich vermute, dass er seine Erfindungen und Zaubersprüche in seinem Wächtertagebuch notiert hat. Wieso sollte er es sonst vor diesem Priester verstecken?“

„Wow! Er war ein Zauberer?“ Willow näherte sich und beugte sich interessiert über den Brief. „Wie war er denn so?“

London, 9 Jahre zuvor, Ratsgebäude

„Oh, verdammte Schei- !“

Polternd fielen der Stapel dicker Bücher zu Boden. Rupert Giles wandte sich zu seinem älteren Kollegen um und versuchte, sich ein Lächeln zu verkneifen. Dann eilte er hinüber zu Richard Caldwell und half ihm dabei, die Bücher wieder aufzusammeln.

„Danke, Rupert.“ Caldwell zog eine Grimasse, während er sich die schweren Wälzer wieder auf die Arme lud.

„Wie geht es Ihrem Schützling?“, erkundigte sich Giles höflich.

„Oh, sie ist – ein Teenager.“, erwiderte der Ältere nur und lächelte gezwungen. Der jüngere Wächter sah ihn nur stirnrunzelnd an.

„Sie werden das irgendwann verstehen. Spätestens, wenn man Ihnen eine Anwärterin anvertraut.“, erklärte Caldwell und begleitete Giles ein Stück.

„Was haben Sie mit den Büchern vor?“, wollte Rupert wissen und warf einen interessierten Blick auf die Buchtitel.

„Oh, Sandra soll nur ein paar Dämonen kennen lernen. Jedenfalls wäre es gut, wenn sie schon mal welche gesehen hat, bevor sie ihnen in Wirklichkeit gegenübersteht.“, winkte Caldwell ab und versuchte dabei, weiter die Balance zu halten.

„Es ist doch noch gar nicht sicher, dass sie die neue Auserwählte sein wird. Selbst wenn die derzeitige Jägerin sterben sollte, könnte es auch jemand anderes werden.“, erinnerte ihn Giles.

Als Antwort nickte der ältere Wächter nur und fixierte ausgiebig den Umschlag des obersten Buches auf seinem Stapel.

„Das können Sie nicht wissen.“, warf Giles ein.

„Ach, ich hab da so ne Ahnung...“, antwortete Caldwell ausweichend.

„Was für eine Ahnung?“ Sein jüngerer Kollege wurde hellhörig.

Richard blieb stehen und seufzte. Dann sah er sich nach allen Seiten um, ob sie auch niemand belauschte. „Na schön. Ich habe einen kleinen Zauber angewandt.“, gab er flüsternd zu. „Aber verraten Sie es nicht Travers.“, fügte er mahnend hinzu, bevor Giles irgendetwas erwidern konnte.

In diesem Moment wurden sie von einem herannahenden Kollegen unterbrochen. „Mr. Giles, Mr. Caldwell, es wurde eine Sitzung einberufen.”, informierte er sie und rannte dann weiter.

„Was wohl passiert sein mag?“, fragte sich Giles laut.

Caldwell schluckte. „Die amtierende Jägerin ist tot.“, antwortete er leise.

Großer Sitzungssaal des Ratsgebäudes, drei Tage später

„...und deswegen schicken wir Sie und Ms. Chao nach Brasilien.“

Quentin Travers beendete seinen Vortrag und sah Richard Caldwell erwartungsvoll an.

Dieser warf seinem eingeschüchterten Schützling neben ihm einen aufmunternden Blick zu und wandte sich dann wieder an den Ratsleiter.

„Wir werden uns bereit machen.“, versprach er und Travers schloss die Sitzung.

Während sie alle erhoben und begannen, den Saal wieder zu verlassen, wandte sich Giles mit einem besorgten Blick auf Sandra an Caldwell.

„Glauben Sie, sie ist schon soweit?“

„Sie sind der Erste, der danach fragt.“, erwiderte der ältere Wächter mit einem verkniffenen Gesichtsausdruck. Dann lächelte er. „Aber das passiert, wenn man ihnen zu unangenehm wird: Sie schicken einen an die Front. Ich hoffe für Sie, dass Sie das nicht auch erleben müssen.“, scherzte er und wandte sich wieder der Jägerin zu.

Bevor die Beiden England verließen, verabschiedeten sich Rupert Giles und Richard Caldwell herzlich voneinander. Das war das letzte Mal, dass Giles seinen Kollegen und Freund lebend sah.
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jaret
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BeitragVerfasst am: Mi Sep 28, 2005 6:58 am    Titel: Antworten mit Zitat

@Gabriella:

Hi, wollte nur mal wieder einen Schub Motivation nachliefern, die Geschichte ist bis jetzt super spannend und ich hoffe das es bald weitergeht. Mir gefällt der locker-zügige Stil, der macht es sehr lesbar und geht auch für zwischendurch, ohne jetzt aber zu oberflächlich zu sein.

Also immer weiter so!

Mfg jaret Cool
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Gabriella
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BeitragVerfasst am: Mi Sep 28, 2005 11:08 am    Titel: Antworten mit Zitat

Okay, hier extra für Jaret der extra-lange Teil 8 Very Happy :

2000, Giles’ Wohnung

Der Wächter seufzte, als er sich wieder erinnerte.

Caldwell war einer der wenigen im Rat gewesen, der ihn wegen seiner Vergangenheit nicht verurteilt hatte. Dafür war ihm Giles überaus dankbar gewesen. Und obwohl sie nicht die allerbesten Freunde gewesen waren, hatten sie sich gegenseitig respektiert und schätzen gelernt.

„Wie wurde er eigentlich umgebracht?“, riss ihn Taras Frage aus seinen Gedanken.

„Ihm wurde das Genick gebrochen.“, antwortete er und seufzte erneut.

„Wenigstens ist er schnell gestorben.“, versuchte Tara ihn aufzumuntern.

„Wusste ich’s doch.“, unterbrach Willows Triumphschrei ihr Gespräch. Die rothaarige Hexe hatte während Giles’ geistiger Abwesenheit beschlossen, die milchigweiße Flüssigkeit chemisch zu untersuchen.

„Was ist es?“, erkundigte sich Buffy sofort und eilte zu ihrer Freundin.

„Die chemische Zusammensetzung ist ganz ähnlich der von handelsüblichen Sonnenschutzcremes. Nur, dass der Lichtschutzfaktor dieser Lotion tausendmal stärker ist. Außerdem wurde die Flüssigkeit scheinbar mit allerlei Arten von Magie behandelt.“, fasst Willow ihre Ergebnisse zusammen.

„Ach wirklich?“ Gespielt desinteressiert näherte sich Spike der Flüssigkeit.

„Es gibt nur einen Haken.“, wandte Willow ein und der blonde Vampir hielt in der Bewegung inne. „Die Wirkung lässt nach höchstens zwei Stunden nach. In dieser Zeit trocknet das Zeug langsam aus, wird puderig und verliert seine Wirkung.“

„Das erklärt, warum diese Typen alle aussahen, als stammten sie aus einem schlechten Theaterstück.“, kommentierte Buffy. „Aber gibt das Zeug denn auch Hinweise, wo sich unser Priester befindet?“, hakte sie dann nach.

„Bis jetzt noch nicht, aber vielleicht helfen uns die magischen Komponenten weiter. Wenn er die Magie auf die Lotion angewendet hat, dann könnte ich leicht zurückverfolgen, wo er sich gerade aufhält. Außer natürlich, er hat diese Verbindung irgendwie magisch verschleiert oder vielleicht sogar gekappt. Dann bräuchte ich länger.“, erwiderte Willow.

„Und wenn es nicht er war, sondern jemand anderes?“, wandte Riley ein.

„Diese Magie ist sehr mächtig. Wenn er es nicht war, dann hat er einen oder mehrere mächtige Gefolgsmänner.“, erklärte ihm die rothaarige Hexe.

„Das glaube ich nicht. Soweit ich gehört habe, ist er der alleinige Chef. Er ist derjenige, den seine Untergebenen wegen seiner Macht anbeten. Da wäre er ja blöd, wenn er das mit jemandem teilen würde.“, gab Spike zu bedenken.

„Hoffen wir’s. Der Priester alleine scheint schon ein harter Brocken zu sein.“, erwiderte Buffy nur und sah dann Willow an. „Wie lange brauchst du dafür?“

„Je nachdem. Es kann ganz schnell gehen. Aber je mehr magische Vorkehrungen er getroffen hat, desto schwieriger wird es.“, antwortete die rothaarige Hexe mit einem entschuldigenden Achselzucken.

„Okay, gut. Dann werden Riley und ich uns mal auf die Suche machen. Vielleicht entdecken wir diese Vampire auch ohne Magie.“, schlug die Jägerin vor und sah ihren Freund an. Der Ex-Soldat nickte nur. Er war auch nicht der Typ, der stundenlang auf Ergebnisse warten konnte. Außerdem hatte er das Gefühl, bei Buffy dringend noch etwas gut machen zu müssen.

Buffy und ihre Freund verließen Giles’ Haus, während Tara und Willow begannen, das Elixier weiter zu untersuchen.

Der Wächter versuchte inzwischen, mit Xanders und Anyas Hilfe den Brief zu entschlüsseln.

Nachts, Rileys Zimmer

Nichts. Sie hatten absolut nichts gefunden.

Frustriert drehte sich Buffy auf den Rücken und starrte auf die dunkle Zimmerdecke.

Sie hatte es nicht zeigen wollen. Aber der Umstand, dass sie all die Jahre absolut nichts von diesen Vampiren bemerkt hatte, machte ihr schwer zu schaffen. Der Gedanke daran, was in dieser Zeit alles hätte passieren können oder vielleicht schon passiert war, raubte ihr den Schlaf. Wenn es nach ihr gegangen wäre, hätte sie noch die ganze Nacht weitersuchen können. So lange, bis sie irgendetwas gefunden hätten. Und wenn es nur ein Stofffetzen gewesen wäre.

Die Jägerin seufzte und dreht sich zu ihrem Freund um. Doch Riley schlief tief und fest. Er vertraute darauf, dass Willow ihnen morgen schon weiterhelfen konnte.

Nicht, dass Buffy ihrer Freundin nicht zutraute, ihnen wertvolle Informationen beschaffen zu können. Aber vielleicht war es morgen schon zu spät!?

Leise stand sie auf. Sie sollte lieber heute Nacht auf die Jagd gehen. Während sie sich anzog, spürte sie plötzlich, wie sie beobachtet wurde.

Sie sah sich um, doch sie konnte niemanden entdecken. Sie hielt inne und versuchte zu erspüren, wo sich der Eindringling befand. Nach wenigen Sekunden bei voller Konzentration machte sie vor sich einen Schatten aus, der nicht in dieses Zimmer gehörte.

Genau in diesem Moment sprang sie der Schatten an.

Giles’ Wohnung, gleiche Zeit

Der Wächter schreckte aus seinem Schlaf hoch. Er war über seinen Recherchen eingeschlafen. Vor ihm lag immer noch Caldwells Brief, dessen Geheimnis er immer noch nicht gelöst hatte.

Er griff nach seinem Glas, das neben ihm stand, während er sich umsah. Er erinnerte sich, dass Willow und Tara sich bald verabschiedet hatten, um noch fehlende Zauberzutaten einzukaufen. Anya und Xander mussten gegangen sein, nachdem er eingeschlafen war.

Sein Blick fiel beim Trinken wieder auf den Brief. Seltsam. Er konnte sich daran erinnern, dass er von Caldwell geträumt hatte, aber nicht mehr, was. Vielleicht hätte das ihm weiterhelfen können.

Es frustrierte ihn, dass er immer noch nichts beisteuern konnte. Und, dass sie die ganze Zeit über nichts bemerkt hatten. Am liebsten würde er die ganze Nacht durchmachen, um irgendetwas zu finden, dass Buffy helfen konnte. Aber seine Müdigkeit verursachte ihm Kopfschmerzen, die seine Konzentration erheblich beeinträchtigten.

Vielleicht sollte er sich einen Kaffee machen?

Hoffentlich war Willow morgen weitergekommen und konnte ihnen dann brauchbare Informationen liefern, dachte er sich, während er aufstand.

Er nahm den Brief mit in die Küche und las ihn nebenbei noch einmal durch, während er Kaffee machte.

Plötzlich fiel bei ihm der Groschen.

Rileys Zimmer, gleiche Zeit

Sie war auf den Angriff innerlich vorbereitet gewesen. Doch nicht auf den, der sie angriff. Dabei verfolgte sie dieses Gesicht in ihren Träumen, seit sie es vor ein paar Wochen zum ersten Mal gesehen hatte: Die dunklen Augen, das weiß bemalte Gesicht, diese Haare, die sie an Rastalocken erinnerten..

Die erste Jägerin drückte sie zu Boden. Buffy versuchte, sie von sich zu stoßen, doch die dunkelhäutige Frau ließ sich nicht abschütteln.

„Was willst du? Willst du mich wieder töten?“, reizte Buffy sie und schaffte es endlich, die andere Jägerin von sich zu schleudern.

„Nimm dich in Acht!“, fauchte ihre Gegnerin plötzlich.

„Was? Vor dir? Ich habe keine Angst vor dir.“, konterte Buffy herausfordernd.

Die erste Jägerin schüttelte nur den Kopf. Da verstand Buffy, wen sie meinte.

„Was ist mit dem Priester?“, wollte sie misstrauisch wissen.

Wieder schüttelte die dunkelhäutige Frau den Kopf. „Nicht der Priester ist dein Gegner.“, erklärte sie.

Buffy horchte auf. Doch ein mächtiger Verbündeter, der schwerer zu besiegen war als dieser Priester? Das klang nicht gut.

„Wer ist es? Und wie kann ich ihn besiegen?“, erkundigte sie sich sofort begierig.

„Der Mond ist dein wahrer Feind. Er bringt deine dunkle Seite zum Vorschein und setzt sie gegen dich ein. Gegen ihn wirst du kämpfen. Und gegen ihn musst du gewinnen.“, war die undurchsichtige Antwort der ersten Jägerin, bevor sie plötzlich verschwand.

„Hey, warte!“, versuchte Buffy, sie zurückzuhalten. „Wie soll ich gegen den Mond kämpfen? Was soll das heißen?“

Doch die Dunkelheit, die die erste Jägerin zurückgelassen hatte, verweigerte ihr die Antwort.

Giles’ Wohnung, nächster Morgen

„Wir haben es geschafft, die magischen Barrieren zu umgehen.“, berichtete Willow stolz.

„Ja. Und dabei haben wir herausgefunden, dass diese Magie nicht nur dazu da ist, die Flüssigkeit zu schützen, sondern auch, um die Mitglieder der Sekte miteinander verbinden.“, fasste Tara ihre Ergebnisse zusammen.

„Und was heißt das?“, hakte Buffy aufgeregt nach.

„Wir können mithilfe dieser Flüssigkeit einen Zauber anwenden, der uns anzeigt, wo sich die einzelnen Mitglieder der Sekte befinden.“, erklärte die rothaarige Hexe. „Aber nur diejenigen, die diese Flüssigkeit auch wirklich benutzen.“, schränkte sie dann ein.

„Versucht es. Ein Versuch ist besser als gar nichts.“, befahl ihr Buffy energisch und wandte sich dann an Giles: „Und was haben Sie herausgefunden?“

An seinem triumphierenden Lächeln konnte sie erkennen, dass auch seine Recherchearbeit erfolgreich war.

„Ich weiß jetzt, wo Richard Caldwell sein Wächtertagebuch versteckt hat.“, antwortete er, während er grinsend seine Brille zurechtrückte.

„Gut. Hoffentlich hilft uns das wirklich weiter, so wie Sie es gesagt haben.“ Die Jägerin knetete nervös ihre Finger.

Ihr Wächter bemerkte sofort ihre innere Anspannung. „Was ist los?“, wollte er besorgt wissen.

„Ich hatte letzte Nacht eine Vision von der ersten Jägerin.“, gestand Buffy sofort.

Die Anderen wandten sich alle zu ihr um.

„Diese irre Höhlenjägerin mit der Rastafrisur?“, hakte Xander ungläubig nach. Seine beste Freundin nickt nur stumm.

„Was wollte sie?“ Giles sah die Jägerin beunruhigt an.

„Sie sagte, der Mond wäre mein Gegner, nicht der Priester. Und dass dieser Mond meine dunkle Seite zum Vorschein bringen würde.“, erwiderte Buffy und zog eine Grimasse.

„Und was soll das heißen?“ Riley sah seine Freundin fragend an.

„Bist du vielleicht in der letzten Zeit von einem Werwolf gebissen worden?“ Anyas Frage zog die Aufmerksamkeit aller auf die ehemalige Rachedämonin.

„Nein.“, war Buffys entschiedene Antwort.

„Dann weiß ich auch nicht weiter.“, erklärte Xanders Freundin entschuldigend.

„Es ist klar, dass dieser Hinweis im übertragenen Sinne gemeint war. Aber wie kann ich dir noch nicht sagen.“, enttäuschte Giles seine Jägerin. Doch dann wandte er sich sofort seinen Büchern zu. „Aber vielleicht bald.“

„Na ja, und wenn ich es erst verstehe, wenn ich vor diesem „Mond“ stehe? Giles, wir haben nicht mehr die Zeit, nach der Bedeutung dieser Warnung zu suchen. Und das wissen Sie. Dieser Priester hat irgendetwas vor, das spüre ich. Und wahrscheinlich hat es etwas mit dem Höllenschlund zu tun. Was ist, wenn er ihn in der nächsten Zeit öffnen will? Was ist, wenn er ihn heute öffnen will? Giles, diese Sekte spielt mit uns. Sie sind seit über sieben Jahren hier und haben wahrscheinlich massenhaft Informationen über uns gesammelt. Die haben uns beobachtet, ohne, dass wir irgendetwas davon mitbekommen haben. Und diese Siedlung im Wald haben sie einfach so aufgegeben, als wir sie angegriffen haben. Das heißt, sie müssen sich irgendwo anders versteckt halten. Vielleicht näher als diese Lichtung. Vielleicht sogar hier in dieser Stadt. Und wir würden es nicht mal bemerken, weil sie tagsüber quietschvergnügt vor unserer Nase herumspazieren könnten, ohne dass wir sie erkennen. Jedenfalls haben wir das bis jetzt nicht getan. Wir müssen sie bekämpfen, bevor sie den Höllenschlund unter Kontrolle bekommen.“, sprach sie sich ihren ganzen Frust von der Seele.

Ihr Wächter sah sie zweifelnd an.

„Egal, was die Bedeutung ist, ich werde es schon schaffen, gegen meine dunkle Seite anzukämpfen.“, versuchte sie ihn umzustimmen, doch die Zweifel verschwanden nicht aus seinem Gesicht. Im Gegenteil: Die Sorgenfalten auf seiner Stirn wurden nur noch tiefer.

„Vielleicht ist das ihr Plan: Uns aus der Reserve locken, um uns eine Falle zu stellen.“, wandte er ein.

Buffy seufzte frustriert.

„Na schön. Wie wäre es, wenn wir uns dieses Wächtertagebuch beschaffen und dann weitersehen? Willow und Tara könnten ja inzwischen schon mal den Zauber anwenden. Und Riley und ich könnten uns noch mal umsehen.“, schlug sie dann vor.

„Einverstanden. Dann werde ich das Tagebuch holen.“, erwiderte Giles und packte seine Unterlagen zusammen.

„Und Anya und ich begleiten Sie und suchen den Wald ab.“, meldete sich Xander zu Wort. Seine Freundin nickte zustimmend. Der allgemeine Tatendrang hatte sie angesteckt.

„Gut, dann gehen wir.“ Der Wächter wollte gerade zusammen mit Xander und Anya das Haus verlassen, als Riley ihn zurückhielt.

„Nehmen Sie das mit. Es kann sein, dass sich im Wald noch welche rumtreiben. Nur damit Sie sich auch rechtzeitig erkennen.“, meinte er und drückte Giles ein Vampirortungsgerät in die Hand.

Der Wächter bedankte sich mit einem Kopfnicken und steckte den Radar widerwillig ein.

Die Lichtung, eine halbe Stunde später

Sie waren wieder an der Lichtung angekommen.

Glücklicherweise hatten sich Xander und Anya nicht wieder über ihre Beziehungsprobleme in die Haare bekommen, ging es Giles durch den Kopf.

Die kleine Gruppe trennte sich. Xander und Anya betraten die Lichtung, um sie noch einmal gründlich zu untersuchen. Der Wächter hingegen machte sich auf, um das Wächtertagebuch zu finden.

Xander sah Giles mit einem unguten Gefühl nach: „Ich hoffe wirklich, dass dieser Caldwell mehr über diese Vampire wusste als wir.“

„Keine Angst. Wir schaffen das schon. Bis jetzt hat Buffy jeden kleingekriegt.“, versuchte Anya ihn aufzumuntern, doch ihr nervöser Gesichtausdruck passte nicht recht zu ihren Worten.

„Okay, du hast Recht. Immer positiv denken. Vielleicht sollten wir zuerst dieses große Gebäude absuchen?!“ Xander zeigte auf das größte Steingebäude auf der Lichtung.

„Du meinst das, aus dem der Strahl kam?“, hakte sie nach und ihr Freund nickte.

Die beiden Scoobies näherten sich vorsichtig dem Gebäude. Die Trümmer um sie herum erinnerten sie ständig daran, wie schnell eines der noch stehenden Häuser einstürzten konnte.

Xanders Blick wanderte über die Überreste des Steingebäudes. Er versuchte abzuschätzen, inwieweit sie gefährdet waren, von einem herunterfallenden Steinbrocken erschlagen zu werden. Der Strahl hatte das Dach durchbrochen, aber den Dachstuhl relativ unversehrt gelassen. Auch sah es so aus, als wären alle lockeren Steine bereits heruntergefallen oder so eingeklemmt, dass keine Einsturzgefahr bestand.

„Ich glaube, wir können reingehen. Da passiert schon nichts.“, beruhigte er seine Freundin.

In diesem Moment fiel eine der nahegelegenen Holzhütten mit einem lauten Krachen in sich zusammen. Anya klammerte sich erschreckt an ihren Freund. Beide mussten husten, als die riesige Staubwolke sie erreichte, die der Zusammensturz verursacht hatte.

Die Ex-Dämonin zögerte ängstlich.

„Hey, An, das Gebäude war aus Holz. Das hier ist aus Stein. Das stürzt nicht so schnell ein.“,
sprach Xander beruhigend auf sie ein und zog sie mit sich in das halb zerstörte Gebäude hinein.

Sie kamen nur langsam vorwärts. Vor ihnen lagen Trümmer aus Holz und Stein, die ihnen den Weg versperrten.

„Kannst du irgendetwas Wichtiges sehen?“, erkundigte sich Anya, die dieses Gebäude so schnell wie möglich wieder verlassen wollte.

Xander sah sich gründlich um. Plötzlich fiel sein Blick auf einen großen Trümmerhaufen ein paar Meter vor ihnen. Das, was er sah, machte ihn nervös. Schnell räumte er sich den Weg frei und kniete sich dann vor dem Trümmerhaufen nieder.

Anya beobachtete ihn verwirrt und folgte ihm dann zögerlich.

„Was ist da?“, wollte sie aufgeregt wissen.

„Das ist ein Altar, glaube ich.“, antwortete Xander geistesabwesend, während er den hölzernen Kasten von den Trümmern befreite.

„Siehst du hier? Das sind Darstellungen von irgendwelchen Dämonen. Das sollten wir schleunigst Giles zeigen. Der kann damit bestimmt war anfangen.“, erklärte Xander und zeigte Anya die reliefartigen Darstellungen, die er auf dem Altar entdeckt hatte.

Dann wandte er sich wieder dem Eingang zu, als seine Freundin noch interessiert die dargestellten Dämonen betrachtete.

So sah er auch rechtzeitig den tonnenschweren Steinbrocken, der auf sie zugeflogen kam.

Er riss Anya beiseite, während der Stein nur wenige Zentimeter an ihnen vorbeisauste und in den Altar krachte.

„Ach so? Dieses Gebäude stürzt also nicht ein, ja?“, keifte Anya wütend, als sie sich wieder aufrappelten.

„Der Stein kam nicht von oben, sondern von da vorne.“, informierte sie Xander und zeigte zum Eingang.

„Na toll. Dann will uns als jemand umbringen. Das ist ja auch viel besser, als von einem Gebäude begraben zu werden.“, schimpfte die Ex-Dämonin weiter. Sie hatte ja gleich geahnt, dass sie besser draußen geblieben wären.

Xanders Blick fiel auf den zerstörten Altar. „Oder jemand wollte, dass wir den Altar nicht weiter untersuchen können.“

Dann fiel sein Blick auf etwas, das der Steinbrocken durch die Zerstörung des Altars freigelegt hatte. „An, komm mal her und sieh dir das an. Das sollten wir dringend Buffy zeigen.“, hielt er seine Freundin zurück, die schon hatte gehen wollen.

Wald, gleiche Zeit

„...einundzwanzig, zweiundzwanzig, dreiundzwanzig. Und jetzt zehn Schritte nach Osten.“

Giles stapfte mit großen Schritten durch den Wald und zählte leise mit. Er kam sich wie ein Schauspieler in einem billigen Piratenfilm vor.

„...neun, zehn.“

Der Wächter blieb stehen. Wenn er Caldwells Brief richtig entschlüsselt hatte, dann war das Tagebuch genau vor ihm in der Erde vergraben. Hoffentlich enthielt es wirklich wichtige Informationen. Sonst war dieser ganze Aufwand mächtig übertrieben.

Er ging in die Hocke und begann, mit einer kleinen Schaufel zu graben. Er war davon ausgegangen, das Caldwell nicht sehr viel Zeit gehabt hatte, das Buch zu vergraben. Vor allem nicht, weil er diesen ganzen Schritte-Abzähl-Mist veranstaltet hatte.

Giles musste widerwillig grinsen, während er arbeitete. Doch das Lächeln verging ihm schnell, als das Loch immer tiefer wurde und er immer noch nichts gefunden hatte. Er hätte doch einen Spaten mitnehmen sollen.

Gerade, als er frustriert aufgeben wollte, stieß er auf Widerstand. Fieberhaft grub er weiter und legte nach wenigen Minuten ein in Leder gebundenes Buch frei. Erleichtert atmete er auf und holte das Tagebuch aus der Erde.

Er wollte schon aufstehen und sich wieder auf den Weg zurück machen, als er es sich anders überlegte. Seine Neugier war einfach zu groß. Er zog Rileys Gerät aus seiner Jackentasche und betrachtete es. Es zeigte keine Vampire an. Sicherheitshalber legte der Wächter es vor sich auf den Boden und klappte das Tagebuch auf.

Die ersten Seiten enthielten nur stichwortartige Notizen. Doch von Seite zu Seite war Caldwell mutiger geworden und hatte seine Ergebnisse und Erfindungen ausführlicher dokumentiert. Giles’ Augen wurden bei jeder Zeichnung und jedem Bericht größer. Er blätterte ungeduldig weiter, bis er auf den letzten beschriebenen Seiten angekommen war. Ja, das konnte ihnen unglaublich weiterhelfen, dachte er erfreut, während er las.

Doch dann ließ ihn etwas stutzig werden: Eine Zeichnung in der Mitte der Seite und die dazugehörige Beschreibung. Wenn er das richtig verstand, dann bedeutete es, das - .

„Hallo, Mr. Giles. Ich habe Sie schon erwartet.”
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Buffy24
Scooby-Gang Mitglied


Age: 25
Anmeldungsdatum: 13.09.2005
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BeitragVerfasst am: Do Sep 29, 2005 9:21 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Das ist wirklich interessant und spannend geschrieben. Freue mich schon auf den nächsten Teil Smile
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