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8.17 "Betrayed Ones"
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jaret
Meister


Age: 25
Anmeldungsdatum: 26.05.2004
Beiträge: 964
Wohnort: Graz, AUT

BeitragVerfasst am: Mi Sep 01, 2004 9:15 pm    Titel: Antworten mit Zitat

So und jetzt zu meiner Bewertung, die diesmal ziemlich spät kommt und auch wenig umfangreicher als sonst ausfallen wird.

Was mir besonders an der aktuellen Folge gefallen hat, war der mutige Schritt, die Geschichte aus der gewohnten Umgebung herauszuholen und den Rat und Lily's Vergangenheit so stark einzubinden.

Auch wenn dadurch die Ereignisse am Ende der 16. Episode nicht aufgearbeitet werden konnten, was ich eher zu den negativen Kritikpunkten zählen würde, so schadet es nicht, dass man etwas von dieser Soap-Opera-angehauchten Schiene etwas weg kommt.

Zudem wurde es auch höchste Zeit, dass man den Rat der Wächter mal genauer unter die Lupe nimmt und das hat man wirklich sehr gut gemacht.
Dass deswegen der eine oder andere Charakter etwas kürzer gekommen ist, stört nicht wirklich, in der realen Serie war dies ja auch ständig der Fall.

Aber auch ansonsten war die Folge ja recht ereignisreich. Vielleicht sogar etwas zu ereignisreich. Vor allem bei Kan Hsirg hatte ich den Eindruck, dass hier ein Handlungsfaden in eine Episode gezwängt wurde, der auch schon früher gestartet hätte werden können.

Das erste Gespräch zwischen ihm und D'Hoffryn hätte auch schon in Folge 15 oder Folge 16 stattfinden können, vor allem letzterer hätte dies etwas mehr Pep verliehen.

Doch zurück zu den Stärken der Episode. Neben der interessanten Hauptstory wäre da noch die actionreiche Handlung rund um die Dämonenmafia zu nennen, die für den richtigen "Stimmungs-Mix" sorgt und die Epsiode davor bewahrt zu düster zu werden.
Buffy's Verhalten dabei ist diskussionswürdig, aber aus einem objektiven Blickwinkel dennoch nachvollziehbar.

Überhaupt wurden die Charaktere wieder einmal sehr gut geschrieben, allen voran die eigentlichen Hauptakteure der Folge, Lily und Giles. Der Wächter, der ja in der letzten Folge vielleicht etwas zu kurz gekommen ist, durfte diesmal einen gewichtigeren Part übernehmen und hat diesen hervorragend "gespielt".

Ebenso wie Willow. Allerdings ist ihr Handlungsbogen irgendwie überreif und schreit förmlich danach endlich etwas aufgelöst zu werden. Damit meine ich natürlich ihre Visionen und die damit verbundenen psychischen und physischen Qualen.
Das sie ihren Freunden zuliebe ihre eigenen Sorgen zurückstellt ist zwar sehr heroisch, aber bei weitem nicht so charaktertreu und glaubwürdig wie vielleicht manche meine und als Willow-Fan wage ich durchaus zu sagen, dass ich weiss wovon ich spreche.

Sonst noch was? Naja, die Rechtschreibung war diesmal nicht so ganz 1a, was zwar eher sekundär ist aber trotzdem in der Bewertung berücksichtigt werden muss. Für den Schluss haben sich die Autoren wieder einmal eine bemerkenswerte Szene aufgehoben, welche die im Großen und Ganzen gelungene Episode zu einem würdigen Abschluss bringt.

Alles in allem ergibt dies eine 2+, gemessen an der Originalserie.

So das wär's vorerst einmal von mir, sorry dass es letzte Woche doch nicht geklappt hat, aber ich bin einfach nicht zum Surfen und Schreiben gekommen. Nächstes mal gibt's aber wieder ein komplettes Review.

Soviel mal dazu.

Mfg jaret Cool
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The Judge
Slayerette


Age: 38
Anmeldungsdatum: 06.08.2004
Beiträge: 17
Wohnort: Zwischen Nord-und Ostsee

BeitragVerfasst am: Mi Sep 01, 2004 9:50 pm    Titel: Antworten mit Zitat

@ jaret: OK, ich habs abgeschickt. Mal sehen, was passiert. Rolling Eyes

TJ
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Yamato
Rachedämonin



Anmeldungsdatum: 20.04.2004
Beiträge: 562

BeitragVerfasst am: Mi Sep 01, 2004 10:05 pm    Titel: Antworten mit Zitat

@jaret: Ein gelungenes Review, auch wenn's diesmal etwas kürzer ist. Wink Zu einem deiner Kritikpunkte wollte ich mich äußern und zwar zu der Sache mit dem Kriegsrat Lily-Kan-D'Hoffryn.

Ursprünglich sollte dieser Handlungsbogen tatsächlich schon in Folge 16 anfangen, und die ersten 'Kan Hsirg sucht Armee' Gespräche sollten dort stattfinden. Aber das Problem war, dass ich im Juli absoluten Prüfungsstress hatte, und deswegen nicht wirklich Zeit, die Kriegsrat Storyline zu planen. Deshalb hab' ich für Folge 16 nur ein bißchen Andrew/Dawn bzw. Andrew/Kennedy geschrieben und wir haben die Kriegsrat-Storyline noch eine Folge nach hinten verschoben, damit ich das alles in Ruhe planen kann.
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hopelezZ
Dämon


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Anmeldungsdatum: 20.04.2004
Beiträge: 447

BeitragVerfasst am: Mi Sep 01, 2004 10:07 pm    Titel: Antworten mit Zitat

@jaret
ursprünglich war das gespräch mit khan hrsig und d'hoffryn in folge 16 geplant, doch aus zeittechnischen gründen des zuständigen autors, und dadurch dass die folge bereits über 70 Seiten hatte, haben uns dazu gebracht das ganze zu verschieben.

weiters möchte ich sagen, dass es sich leider wirklich von den folgen her nicht ausgegangen ist die Willow Folge früher zu bringen. deshalb haben wir auch damit gewartet alles um willow herum aufzuklären.
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Aries
Wächter


Age: 21
Anmeldungsdatum: 21.04.2004
Beiträge: 1013
Wohnort: Jena

BeitragVerfasst am: Mi Sep 01, 2004 10:48 pm    Titel: Antworten mit Zitat

So, nach Urlaub und Renovierungsarbeiten hab auch ich es endlich geschafft, mein Review fertig zu schreiben:


Erneut sind drei Wochen vergangen und wir konnten in den Genuss der mittlerweile schon 17. Folge von Projekt 8 kommen, deren Titel „Betrayed ones“ schon darauf schließen lässt, dass dieses Mal ein besonderes Augenmerk auf Giles und Lily gerichtet wird.

Der Anfang der Story führt uns dieses Mal nach London, wo Lily alles daran setzt, Giles als Wächter zu suspendieren und selbst die Kontrolle im Rat zu übernehmen, was ihr auch relativ schnell gelingt. Dies ist besonders in ihren zahlreichen Lügen begründet, die sie kalt und berechnend für ihre Zwecke einsetzt, wenn auch nicht ohne Gewissensbisse gegenüber Giles, den sie trotz allem aufrichtig liebt.

Lilys Zerrissenheit zwischen ihrer Liebe zu Giles und den Veränderungen, die sie als notwendig ansieht, sind ihr sowohl in dieser Szene als auch bei ihren anderen Aufritten deutlich anzumerken und so sehr man die Wächterin auch hassen möchte, kommt man nicht umhin, auch etwas Mitleid für sie aufzubringen.
Das Thema, welches sich dabei durch die ganze Episode zieht, ist „Lügen und ihre Rechtfertigungen“, welches einen äußerst interessanten und philosophischen Rahmen bildet und eindrucksvoll in Form diverser Voice Overs von Lily verdeutlicht wird.

Willow wird unterdessen wieder einmal von ihren Visionen geplagt, die ihr sogar körperliche Verletzungen zufügen und sie dem Zusammenbruch nahe bringen. Auch scheint langsam aber sicher die Grenze zwischen ihr und der Jägerin, die sie gerade spürt, zu verschwimmen, sodass der Leser die Auflösung über das Dasein und die Aufgaben der Hüterin kaum abwarten kann.
Kurz darauf erfolgt ein Scoobie-Sitzung in der Giles seine vorläufige Suspendierung vom Rat verkündet, die von allen mit Schock und Entsetzen aufgenommen wird und dem Wächter selbst das letzte bisschen Zuversicht nimmt, dass ihm nach Lilys Verrat geblieben ist.
Lediglich Buffy gelingt es in einem Gespräch unter vier Augen etwas zu ihm durchzudringen und ihm Mut zu machen, für seine Ziele zu kämpfen.
Viel aufbauender ist jedoch schließlich die Tatsache, dass Giles endlich das Buch über die vier Reiter des Todes vollständig entschlüsselt hat.

Giles’ Verletztheit und vollkommene Desillusionierung werden dem Leser hier detailgenau in Mimik, Gestik und Ausdruck vor Augen geführt und lassen regelrecht mitfühlen, wie zerrüttet es im Inneren des enttäuschenden Mannes aussieht.
Dafür ist die wiedererwachte Vertrautheit zwischen Giles und Buffy, die seit ein paar Folgen mehr und mehr am Wachsen ist und hier einen Höhepunkt erlebt, umso schöner zu erleben und gibt endlich das Gefühl, das Entfremdung nun kein Thema mehr ist.

Schade ist an dieser Stelle jedoch, dass die vervollständigte Übersetzung des Buches weder in der entsprechenden Szenen noch später in dieser Episode wieder aufgegriffen werden und auch die Reiter selbst nichts als einen winzigen Auftritt genießen. Dies ist hier zwar für die Handlung irrelevant und tut der Folge keinen Abbruch, doch geht dadurch leider teilweise das Gefühl verloren, dass diese Dämonen einen echte Gefahr für die Menschheit darstellen.

Schließlich macht sie die Gruppe dazu auf, einen Schlachtplan zu entwerfen, dessen Ziel es ist, seine verschiedenen Gegner und seine Verbündeten genau zu kennen und seinerseits potentielle Mitstreiter zu suchen.
Dies ist besonders der Initiative von Andrew zu Verdanken, der endlich einmal wieder seinen hohen Wert für die Scoobies zur Schau stellen kann und dessen Enthusiasmus maßgeblich dazu beiträgt, wieder etwas Hoffnung im Kampf gegen Lily zu entwickeln.

Doch vorerst ist eine Bedrohung ganz anderer Art im Anmarsch:
Kan Hsirg, seinerseits Iah K’uru Dämon, verfolgt neben dem Hauptziel des Hto Grom Clans noch einen persönlichen Rachefeldzug gegen Malkuth, dessen Identität sich dem Leser noch immer nicht offenbart hat, jedoch zweifelsfrei als etwas Dämonisches anzusehen ist.
Bei seiner fast schon verzweifelten Suche nach Mitstreitern stößt er zumindest bei D’Hoffryn auf Gehör, wobei dessen Absichten nicht ersichtlich werden.

Dass ein Dämon die Vernichtung von Jägerinnen vernachlässigt, da er diese als natürliche Feinde ansieht und stattdessen sein Augenmerk auf Artgenossen legt, die mit Jägerinnen zusammen arbeiten und somit die Dämonenwelt verraten, bietet einen äußerst interessanten Ausgangspunkt für eine gute Story, wobei in diesem Fall auch das Motiv Rache zum Charakter Kan Hsirgs passt.
Aber so sehr dieser neue Handlungsstrang auch die Spannung hebt, ist es doch ärgerlich, dass immer noch so viele Aspekte im Unklaren bleiben.

An dieser Stelle sei generell gesagt, dass sich dieses Problem leider durch die ganze Folge zieht, denn obwohl diese Staffel schon sehr weit fortgeschritten ist, erwarten uns statt Aufklärungen nur noch mehr Fragen über das Wissen und die Beweggründe einzelner Charaktere.
Jedoch sei dieses Manko an Informationen erst einmal außen vor gelassen, da es hier noch keine wichtige Rolle spielt und auch effektiv dazu beiträgt, Lust auf die nächsten Folgen zu machen.

Lily ist unterdessen damit beschäftigt, sich um verschiedene Teile zur Verwirklichung ihres Plans, der Wiederherstellung der alten Regeln, zu kümmern, die sich aber noch zu keinem Gesamtbild fügen:
Neben einem feierlichen Empfang zur Knüpfung von Bündnissen mit anderen Wächtern und der Beseitigung von Giles’ einzigem Verbündeten, steht ein Besuch in einem „Abrichtungslager“ für Jägerinnen an, in der unter anderem Dana und Emma durch Drogen zu willenlosen Marionetten gemacht werden.
Besonders wichtig scheint jedoch die Konsultation eines Orakel, durch welches Lily zum ersten Mal von den wahren Auswirkungen ihres Zaubers, der Beschwörung der Reiter, erfährt.
Dabei bleibt sie jedoch unsicher, ob die Vereinigung dieser Wesen die Reinigung und Ordnung bringt, die sie sich erwünscht oder diese Werte auf eine ganz andere Art interpretiert werden müssen.
Doch durch die Aussage des Orakels, dass Buffy der Schlüssel zu dem Ganzen sei, wenn sie nur gegen die Reiter kämpft, veranlasst die Wächterin, ihr Vorgehen bei zu Behalten, auch wenn dieses mit Buffys Tod endet und somit keinerlei Chance mehr auf eine Versöhnung mit Giles besteht.

In diesen Szenen werden sehr viele Fragen über die Details von Lilys Plan aufgeworfen und besonders die Aussagen des Orakels geben reichlich Spekulationsansätze bezüglich Buffy und ihrer Verbindung zu den neuen Regeln sowie den Reitern.
Besonders interessant ist jedoch der Einblick, der uns hier in den Charakter der Wächterin gewährt wird, wodurch sich regelrechte Abgründe auftun.
Dass sie andere Menschen manipuliert und sich deren Schwächen zunutzte macht, ist eine Sache, doch dass sie skrupellos unschuldige Mädchen für ihre Zwecke abrichtet und unliebsame Störenfriede ohne zu Zögern beseitigt, lässt ihr bisher aufgebautes Charisma und jegliche Sympathie für sie vollkommen verschwinden, was zwar schade aber konsequent ist.

Dennoch kann man zumindest verstehen, worin die Grundlagen ihrer Prioritäten liegen, da die meisten Lily-Szenen mit Rückblicken geschmückt sind, die uns wichtige Erlebnisse im Leben der Wächterin aufzeigen:
Da wären ihre erste Begegnung mit einem Dämon, der sie über die Eigenschaften seiner Artgenossen unterrichtet und anschließend trotz seiner friedfertigen Natur von ihrem prinzipientreuen Vater umgebracht wird, ihre feierliche Aufnahme in den Rat der Wächter und schließlich ihre Zeit als Verlobte von Giles, den sie schon damals mehrfach belügen musste, um ihre Mitgliedschaft in einem Zirkel zur Erforschung der Hüterinnen geheim zu halten.

Mit diesen zusätzlichen Informationen ergibt gleich ein ganz neuer Blickwinkel auf Lily, da man hier deutlich sieht, dass ihre konservative Einstellung hauptsächlich auf ihrem strengen Elternhaus beruht, in dem schon von Kindesbeinen an auf Prinzipientreue und Gehorsam getrimmt wurde.
Dem Irrglauben, der Rat stehe über den Dingen, unterworfen, tat sie seitdem alles, um auch einen Teil dieser Macht zu erlangen und ihren Vater mit Stolz zu erfüllen, wurde dadurch aber immer mehr in den Sumpf aus Ränkespielchen und Korruption gezogen, dass sie den Blick für das Wesentlichen verlor. Somit war es nur eine Frage der Zeit, bis sie schlussendlich die arrogante Meinung entwickelte, sie allein wisse was gut für die Menschheit sei und könne jedes Mittel einsetzten um ihre Ziele zu erreichen, da sie als Wächterin zweifelsfrei im Dienste des Allgemeinwohls handele.
Natürlich entschuldigt dies in keinem Fall ihr Handeln, doch die hier geübte Kritik an der Gesellschaft, in der auch ein Mensch wie Lily im Endeffekt nur ein Opfer ist, ist gerade im Hinblick auf die tatsächliche politische Situation ein interessanter Aspekt, der sich äußerst gut in das Buffyverse einfügt.

Von alledem nichts ahnend, hat Buffy derweil völlig andere Probleme:
Tegul, ein führendes Mitglied der Organisation, mit der die Jägerin schon zwei Folgen zuvor unangenehme Bekanntschaft machte, sinnt auf tödliche Rache an seinem zerstörten Ruf und lässt zu diesem Zweck sogar Buffy und Dawn beschatten und ausspionieren.
Dies bleibt jedoch nicht unentdeckt und es wird schließlich beschlossen, die Organisation mit einem Schlag zu zerstören, um wenigstens einen Gegner von der langen Liste streichen zu können.
Zu diesem Zweck sind jedoch eine große Menge Jägerinnen nötig, die aber nach den letzten Ereignissen kein Wächter mehr Giles zu verfügen stellen will, was ihn sichtlich zur Verzweiflung und Rage bringt.
Glücklicherweise hat seine schlichte aber dennoch geniale Idee, Lily nach Jägerinnen zu fragen, erfolg, da die Wächterin erstens vollkommen schockiert und aus der Fassung gebracht ist und zweitens kein Risiko eingehen kann, ihre Maske zu verlieren.
Die neuen, jedoch unwilligen Verbündeten im Schlepptau, macht sich Buffy mit Kennedy auf zur Fabrik und macht mit dieser und Tegul selbst kurzen Prozess, einigt sich aber schließlich zur Überraschung aller auf einen Waffenstillstand mit der Mafia, um in dieser Hinsicht den Rücken frei zu haben. Dies bringt ihr jedoch großen Ärger mit Kennedy ein, die dieses Unterfangen als sinnlos ansieht und wütend und verletzt klagt, zwei Jägerinnen in den Tod geführt zu haben ohne von Buffys wahren Plänen gewusst zu haben.

Schon von Beginn an wirkt die Rache des Echsendämons fadenscheinig und an den Haaren herbeigezogen, da dieser Storybogen bereits in Folge 15 abgeschlossen und im Grunde genommen unwichtig erschien und hier ziemlich planlos wirkt.
Zumindest erbringt das Eindringen in die Fabrik einige lesenswerte Actionelemente, ohne die die Episode in Real wohl kaum funktioniert hätte.
Wenn somit auch der Konflikt zwischen Buffy und Kennedy gestellt wirkt, ist doch der Einblick in Buffys Denkweise besonders aufschlussreich: In der Meinung, Giles mit der Vernichtung der Mafia am besten unterstützen zu können, tut sie alles, um ihr Ziel zu erreichen und riskiert dabei sogar die Leben vieler Jägerinnen.
Dies ruft natürlich eine interessante Parallele zu Lily hervor, deren Vorgehen ähnlich ist, wenn auch die Absichten beider Frauen nicht unterschiedlicher sein könnten.

An dem ganzen Spektakel unbeteiligt ist Faith, die für Ronah, welche den Abend bei ihrem neuen Freund verbringt, auf Streife geht und dabei eine junge Frau rettet, die sich aber schnell als Rachedämonin entpuppt. Auch wenn der Versuch, der Jägerin einen Wunsch zu entlocken, misslingt, ist diese anschließend doch vollkommen in Gedanken an ihre ungewisse Zukunft versunken, was wiederum guten Lesestoff bedeutet.

Die Folge endet schließlich mit einem Cliffhanger, in dem dem Bündnis zur Vernichtung Malkuths neben Kan Hsirg und D’Hoffryn auch noch Lily beitritt, wobei sich die Frage stellt, inwiefern dieser Pakt mit ihrem eigentlichen Plan in Verbindung zu bringen ist.
Die passt parallel ablaufende Sequenz, in der Andrew und Warren eine unterirdische Stadt betreten, welche man durchaus als Malkuth selbst interpretieren könnte, schürt das Interesse des Lesers noch mehr und lassen ihn mit anhaltender Spannung die nächsten Folgen erwarten.

Fazit:

Eine wichtige Folge, die sowohl tiefen Einblick in Lilys Charakter gibt, als auch viele Handlungsstränge der letzten Zeit zusammenführt und somit konsequent auf das Finale hinarbeitet.
Lilys zwiespältiger Charakter wurde genau getroffen, wenn man einmal von ein paar umgangssprachlichen Zitaten absieht, die sie nie sagen würde. Auch die damit verbundenen Voice Overs und Rückblicke fügen sich sehr gut in die Story ein und werfen zudem viele philosophische Fragen bezüglich Lügen und ihren Rechtfertigungen auf.
Giles’ Höhen und Tiefen in dieser Episode werden ebenso glaubwürdig und emotionsgeladen beschrieben und besonders die Gespräche mit Buffy, die den Wächter zu ermuntern versucht, stellen einen charakterlichen Höhepunkt dar.
Ebenso besondere Momente erleben Andrew, der endlich mal wieder zeigen kann, dass auch er ein wertvolles Mitglied der Gruppe ist, und Faith, deren Begegnung mit einer Rachedämonin genau der richtige Katalysator war, um ihre Wut auf Lily und ihre Ängste, ihre Freunde und nicht zuletzt sich selbst zu verlieren, aufzuzeigen.
Weniger überzeugend ist dagegen der Plot um Teguls Rache an Buffy, der nicht wirklich glaubwürdig ist und ebenso wie der anschließende Streit zwischen Buffy und Kennedy gestellt wirkt. Jedoch erfüllt er trotzdem seinen Zweck und bringt die nötige Action in die sonst von Gesprächen dominierte Folge.
Der abschließende Pakt zwischen D’Hoffryn, Lily und Kan Hsirg vermag es, viele in den letzten Wochen angefangene Handlungsstränge zu vereinen und somit das Mitverfolgen der Story zu erleichtern, wenn auch die genauen Pläne von Lily und D’Hoffryn noch nicht klar werden.
Auch zum Spekulieren wird dieses Mal Anlass geboten, da viele Fragen aufgeworfen werden, die Lust auf neuen Lesestoff machen:
Wie sieht der Pakt genau aus und was hat es mit Malkuth auf sich? Was weiß Lily über das Wesen der Hüterinnen und wie werden sich Willows Visionen entwickeln? Und hat Lily die Aussagen des Orakels richtig interpretiert?
Als inhaltliche Mankos dieser Folge sehe ich zum Beispiel die Nichtbeachtung des Zeitunterschiedes Cleveland-London und die Unlogik, dass Buffy wichtige Gedanken zu den Ninjas, dem Reiseleiter und deren Verbindung zu den Reitern verschweigt, also ob sie in den letzten Jahren nicht gelernt hätte, ihre Instinkte ernst zu nehmen.
Auch der Lesefluss wurde dieses Mal etwas erschwert, da sich der Schreibstil in vielen Szenen durch viele Wiederholungen und lange, ewig anmutende Sätze kennzeichnete, wodurch auch viele Rechtschreib- und Grammatikfehler präsenter wurden.
Aber dies macht angesichts dieser guten und aufschlussreichen Episode nur ein kleines Minus aus und somit gebe ich „Betrayed ones“ 4 von 5 Punkten.
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Zuletzt bearbeitet von Aries am Sa Apr 09, 2005 5:28 pm, insgesamt 3-mal bearbeitet
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jaret
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Age: 25
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BeitragVerfasst am: Mo Sep 13, 2004 9:02 am    Titel: Antworten mit Zitat

@Aries:

Wieso ist die Geschichte um Tegul's Rachepläne an den Haaren herbeigezogen? Man hätte diesen Handlungsbogen schon in Folge 16
starten können, aber unlogisch oder insziniert fand ich die Story gar nicht -
schließlich hatte Tegul ja einen Grund für seine Handlungen. Und der
Streit zwischen Kennedy und Buffy war ebenfalls ein logisches Resultat
von Buffy's Vorgehensweise bei der gesamten Operation. Sehe hier keine
Ungereihmtheiten, vor allem weil ich überhaupt nicht finde, dass der
Handlungsbogen um die Organisation in Folge 15 abgeschlossen wurde.

Aber vielleicht kannst du mir ja deinen Standpunkt erläutern.

Mfg jaret Cool
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Mel
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BeitragVerfasst am: Mo Sep 13, 2004 9:54 am    Titel: Antworten mit Zitat

Ja, würde ich auch gerne wisse Wink In Folge 15 gab es ja nicht einmal einen HInweis auf en Paten der Organisation, noch wirklich eine Erklärung für das Handeln der Mafia...
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Aries
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BeitragVerfasst am: Mo Sep 13, 2004 9:07 pm    Titel: Antworten mit Zitat

@Mel, jaret

Meine Kritik war eigentlich nicht auf die Organisation an sich bezogen (die hat/hatte sichtlich gutes Potential), sondern vielmehr auf die Rache Tegul's.

Meiner Meinung nach war dieser Dämon ein viel zu kleines Licht, um ihm wirklich noch mehr Aufmerksamkeit als in Folge 15 zu zollen.

Er war von seiner Präsenz und Beschreibung her nicht mehr als jedes beliebige MOTW und hatte daher keinen zweiten Auftritt verdient.

Im Grunde genommen hätte es ja schon gereicht, nicht ihn zu nehmen, sonders eben einen ranghöheren Dämon, sodass man nicht das Gefühl hat, dass "kalter Kakao" wieder aufgewärmt wird (sorry für die blöde Wortwahl *müdebin*).

Und was Kennedy und Buffy angeht:
Irgendwie bin ich es einfach Leid, dass inzwischen schon fast jeder Chara mit jedem anderen mal Stress hatte. Das kommt mir so vor, als würde man einfach ne Liste abarbeiten, aber dabei die Realität (in der es auch mal ne Zeit lang ohne Streiterei geht) außer Acht lassen.
Und in diesem Fall bestand IMO zwar ein Anlass (wegen Buffys Vorgehen), aber aus charakterlicher Sicht kein Grund, die beiden aneinander geraten zu lassen, außer dies wird noch längerfristig wichtig werden und nicht schon mit ein, zwei Gesprächen ad acta gelegt sein.
...

MfG, Aries
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jaret
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Beiträge: 964
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BeitragVerfasst am: Di Sep 14, 2004 8:04 am    Titel: Antworten mit Zitat

@Aries:

Ich finde es eigentlich ganz interessant, wenn man einem vermeindlich unbedeutenden
MotW noch einen Auftritt spendiert, sofern dies nicht ständig passiert.
Und in diesem Fall hat es auch gut gepasst, da Tegul's "Rachefeldzug" nachvollziehbar
war und auch die nötige Action in die Folge gebracht hat.

Was den Streit zwischen Kennedy und Buffy angeht, so war dieser nach den Ereignissen
eigentlich unvermeidbar, es wäre fast unlogisch und out of character gewesen, wenn
Kennedy einfach die Klappe gehalten hätte. Von daher kann man höchstens von einem
"Folgefehler" sprechen, wenn man die Sache mit Tegul wirklich so unnötig findet.

Die ewigen Streitereien sind natürlich schon etwas nervig, aber gewissen Konflikten
kann man eben nicht ausweichen.

Was mich viel mehr gestört hat, ist dass der Streit zwischen Buffy, Willow und Xander
am Ende von Episode 16 nicht weiterbehandelt wurde. Jetzt ist wieder eine
Wunde offen und schlimmer als ein Streit ist einer, der nicht abgeschlossen ist.

Mfg jaret Cool
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Aries
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BeitragVerfasst am: Di Sep 14, 2004 9:30 am    Titel: Antworten mit Zitat

@jaret

Das der sich anbahnende Streit aus Folge 16 nicht weitergeführt wurde, finde ich eigentlich sehr gut und logisch.

Das bestätigt vor allem die Theorie, dass Buffys Aussagen und Anschuldigungen aus Folge 16 wirklich nur aus der Situation heraus kamen und nicht wirklich so gemeint waren, was Xander und Willow auch wussten.

Damit ist es eigentlich klar, dass dies nun kein Thema mehr ist, weil nun wieder ein größerer Abstand zu den entsprechenden Ereignissen besteht.

Und es spricht auch für die Weiterentwicklung der Charaktere, dass man Sachen auch mal ruhen lässt und nicht immer wieder aufwühlt.

MfG, Aries
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jaret
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Wohnort: Graz, AUT

BeitragVerfasst am: Di Sep 14, 2004 10:18 am    Titel: Antworten mit Zitat

@Aries:

Naja, zumindest eine Entschuldigung von Buffy hätte ich schon erwartet, schließlich
waren die Anschuldigungen doch ziemlich heftig. Also wenn mir das einer sagen würde
und dann nichts mehr kommen würde hätte ich mit diesem Jemand ein ernsthaftes
Problem.

Man hätte zumindest erwähnen können, dass die Sache aus der Welt ist, den so eindeutig
wie du es darstellst war es für mich nicht. Und ich bin mir auch nicht sicher, ob die
Autoren die Situation genauso sehen wie du.
Genauso gut könnte man diesen Konflikt später noch einmal aufgreifen und es könnten
daraus wieder Differenzen entstehen.

Am Wichtigsten ist aber, dass solche Sachen ausgesprochen und nicht verdrängt
oder totgeschwiegen werden. Das wäre dann nämlich eine charakterliche Weiterentwicklung,
alles andere halte ich für einen Rückschritt.

Mfg jaret Cool
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