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P-News ver. 1.16
Thema: Review 1 zu "VIRUS" von jaret
Autor: Mel |
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Wie versprochen kommen die Reviews heute online. In Zukunft könnt ihr die Reviews nur noch auf unserer Seite, slayerworld.info und slayerzone.de lesen. Buffy-Online wünscht keine Reviews mehr.
Auf der nächsten Seite könnt ihr auf jeden Fall nachlesen, wie jaret die Folge sah und bewertet hat.
Fortsetzung.. Review zu Virus
Wieder sind drei Wochen um, und die Autoren von Projekt 8 präsentierten letzten Mittwoch die 10. Folge der virtuellen Buffy-Staffel. Die Spoiler versprachen Dramatik und Spannung, immerhin sollte ganz Cleveland in den Ausnahmezustand versetzt werden. Von der praktischen Umsetzung dieser theoretisch faszinierenden Idee hab ich mich selbst überzeugt und bin zu nachfolgenden Resumee gekommen.
Wir starten mit einer mehr oder weniger belanglosen Szene in einem Einkaufszentrum mit Xander, Dawn und Andrew. Man wird mit den obligatorischen "Geek-Elementen" konfrontiert, als Xander und Andrew sich mit Spielzeug-Laserschwertern bekämpfen. Überraschenderweise konnte ich mir die Szene sehr witzig vorstellen, zumindest bis ich die nächsten Zeilen gelesen habe. Hier verfällt Andrew wieder vom kindischen in den kindlichen Zustand und kauft sich billigstes Kinderspielzeug. Vielleicht wird der Autor noch einmal enthüllen, dass Andy vom Wickeltisch gefallen ist und dadurch geistige Schäden erlitten hat - würde zumindest diese seltsamen Ausfälle erklären, die für mich eindeutig den Interpretations- spielraum für die Figur verlassen. Die restlichen Szenen mit Andrew sind dann dafür sehr gelungen und lassen den Charakter wieder ansatzweise reifer erscheinen. Vielleicht wäre es langsam an der Zeit, das Andrew jetzt einmal einen deutlichen Schritt in seiner Entwicklung macht, wohin ihn diese auch führen mag, sonst läuft er Gefahr langweilig und nervig zu werden.
Die Haupthandlung wird in der nächsten Szene mit einem Klassiker eingeleitet - ein unbekannter Bösewicht führt an einem düsteren Ort Übles im Schilde. Nicht sehr originell, aber es reicht - für den Anfang.
Zurück ins Einkaufszentrum zu Dawn & Co.. Um immer Geld für sein Kinderspielzeug zu haben, will Andrew einen Job annehmen. Interessanterweise ist es eine Stelle in einem Comicladen, was "Papa" Xander nicht so recht glücklich macht, will er doch das Junior endlich erwachsen wird. Aber anscheinend ist bei Andrew's Entwicklung generell keine Eile angesagt, sein Handlungsbogen scheint die nächsten drei virtuellen Staffeln aushalten zu müssen.
Danach setzt die eigentliche Handlung der Folge richtig ein und die dreht sich um ein fieses Dämonenvirus. Dawn, Xander und Andrew werden zuerst ausser Gefecht gesetzt, was vorerst noch keinen Verdacht erzeugt. Erst als auch die Jägerin Vi auch vom Virus befallen wird, machen sich die Scoobies an's Recherchieren. Hier kommt vor allem Buffy verstärkt ins Spiel, was nach ihre, Kurzauftritt in der letzten Episode auch wieder nötig ist. Und sie muss sich ihrem schlimmsten "Feind" stellen - dem Tod, der gegen den selbst sie machtlos ist - oder? Das ansich interessante Thema wird angeschnitten, aber nicht wirklich vertieft.
Bevor wir weitergehen, möchte ich noch kurz auf die Friedhofsszene zu sprechen kommen, die ein erstes Mal in der Geschichte für Spannung sorgt. Der Nebel, das unheimliche Gefühl das die Jägerinnen überkommt und der Vampir, der von Vi ablässt lassen die schaurig-schöne Buffy-Atmosphäre aufkommen und macht Lust auf's Weiterlesen.
Der Rest der Handlung ist jedoch eher ein "Outbreak" für Arme. Für alle die den Film nicht kennen: Ein Ort wird von einer tödlichen Seuche heimgesucht, das Militär taucht auf was alles nur noch schlimmer macht und nur einige beherzte Männer und Frauen können eine humanitäre Katastrophe abwenden. Ungefähr dasselbe geschieht auch hier, nur weniger logisch, dramatisch und spannend. Einziges vermeindliches Highlight der ganzen Militärgeschichte ist der Gastauftritt von zwei alten Bekannten aus der 6. Buffy-Staffel: Riley und Sam Finn.
Vermeindlich deshalb, weil man ebenso Mr. und Mrs. Johnson aus Kansas für die völlig belanglosen Rollen einsetzen hätten können. Riley wirkt weniger wie der mutige Mann mit dem Herz auf dem rechten Fleck, den wir in der Serie kennen gelernt haben, sondern vielmehr wie ein überforderter Botschafter, dem gerade noch ein paar menschliche Gefühle zugestanden werden. Zwar redet er schön und verspricht viel, tut aber nichts für oder auch gegen Buffy, was ebenfalls nicht zu Riley passt, der ja auf jeden Fall ein Mann der Tat war. Alles in allem kommt er nicht besonders gut in der Episode rüber und kombiniert mit der eher mageren Militärstory ergibt das einen unwürdigen Auftritt für einen völlig unterschätzten Charakter.
Wie schon zuvor angedeutet hält die weitere Story wenig Überraschungen bereit. Das Militär ist skrupellos wie nie und will sogar ohnehin schon todkranke Menschen vergiften - was wohl nur dem Zweck dienlich ist, das US-Militär auch mal ordentlich zu deformieren. Dramatik oder Spannung kommt dadurch nicht auf vor allem weil nicht wirklich etwas passiert.
Die wirklich Bösewichter hinter dem Anschlag kommen kurz zur Sprache um den bzw. die Big Bad(dies) nicht ganz aussen vor zu lassen. Auch erwähnenswert ist da noch die Szene, in der man in der Dämonenkneipe über Warren's "Status" aufgekärt wird und sich eine weitere potentielle Verschwörung unter den Bösewichtern auftut.
Für ein willkommene Abwechslung sorgt der große Streit zwischen Lily und Giles. Erstere reagiert äusserst hartherzig als es um die Leben der infizierten Menschen, unter denen sich ja auch einige Scoobies befinden, geht und es kommt wieder zu einer heftigen Auseinandersetzung zwischen den beiden Wächtern, was die Werte und Ziele des Rates angehen. Hier wird der Unterschied zwischen dem "liberalen" Wächter Giles und der wesentlich "traditioneller" denkenden Lily deutlich aufgezeigt und die Konfrontation wird wohl nicht ohne Folgen bleiben.
Der Streit ist mir allerdings etwas zu geradlinig, vor allem da auch Giles in der 5. und der 7. Staffel gezeigt hat, dass auch er selbst bereit wäre für ein höheres Ziel weiter zu gehen, als für die meisten Menschen moralisch vertretbar wäre. Man erinnere sich an das Gespräch zwischen ihm und Buffy in der Folge "The Gift" als es darum geht Dawn zu töten um die Apokalypse zu verhindern. Lily dagegen ist etwas zu sehr auf den Hardliner-Kurs eingeschossen, es wirkt als wolle man sie zwanghaft unsympathisch darstellen (ist auch gelungen) was dem Charakter allerdings etwas seiner mysteriösen, undurchschaubaren Substanz beraubt.
Zurück zur Haupthandlung. Die Auflösung des aktuellen Falles erweist sich als ähnlich unspektakulär als der Fall selbst und erfordert im Grunde nicht viel mehr als einen Chemiebaukasten und etwas fachmännisches Personal. Dann gibt's noch ein paar Prügel für die bösen Dämonen und (fast) alles ist wieder im Lot.
Am Ende wird man jedoch noch mit den vielleicht lesenswertesten Szenen der Folge für seine Geduld belohnt: Eine Aussprache zwischen Xander und Andrew, welche zu den besten Momenten zwischen den beiden überhaupt gehört und die Endsequenz mit Willow, welche wieder die typisch düster-mysteriöse Atmosphäre aufkommen lässt, die inzwischen zum Markenzeichen der Serie geworden ist.
Soweit so gut. Oder auch weniger, denn an die letzten drei, wirklich sehr guten Episoden kommt "Virus" leider nicht heran. Mir ist aufgefallen, das es diesmal wieder eine kürzere Geschichte war und der Schreibstil sehr geradlinig ausgefallen ist, ausführlichere Ausflüge in die Gedankenwelt der Charaktere waren kaum zu finden. Und genau das ist wohl eine der Hauptschwächen der Episode, deren Story weder originell noch fesselnd genug ist, um diese fehlende "Tiefe" auszugleichen.
Fazit: Alles in allem eine der schwächeren Episoden der Staffel, aber wie auch bei den weniger hervoragenden Episoden der Originalserie gibt es auch hier einige sehr interessante und gute Momente. Alles in allem gebe ich der Episode eine 3, natürlich am hohen Niveau der Originalserie und der bisherigen 8. Staffel gemessen.
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Datum:
22.03.2004 | 22:44 |
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| 1 | von
Mel am 23.03.2004 um 15:40 |
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Über Riley hatten wir ja schon diskutiert  Mir ist nur noch noch eines aufgefallen.. wer sagt denn, dass das unser Big Bad ist? *ggg*
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| 2 | von
leonie am 23.03.2004 um 22:43
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Hi!!!...jaret hat die folge genau auseinander genommen ..das review ansich ist echt gut geworden ..allerdings hab ich nicht die gleiche meinung...mir hat die folge echt gut gefallen...jaret hat viele gute argumente genannt aber ich habe das alles nicht als so negativ aufgefasst..wahrscheinlich ist das ansichtssache..die letzte review hatte mir persönlich besser gefallen ..mfg leonie
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