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P-News ver. 1.16
Thema: Review zu "End of Lies?" Nr. 2
Autor: Stefan |
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Jaret hat natürlich auch zu Folge 15 ein Revier verfasst.
Ihr könnt es auf der nächsten Seite nachlesen.
Fortsetzung.. In schöner Regelmäßigkeit erfreuen uns die Autoren von Projekt 8 mit neuen Abenteuern aus der virtuellen Staffel unserer Lieblingsserie "Buffy the Vampire Slayer". Inzwischen haben wir mit Episode 15 bereits das zweite Drittel dieser Staffel vervollständigt und passend dazu wird diesmal auch ein großer Handlungsbogen endgültig aufgelöst und abgeschlossen. Auch werden dadurch wohl die finalen Ereignisse der Staffel eingeleitet. Auf den folgenden Seiten werde ich nun versuchen einen kurzen Überblick über die aktuelle Episode zu geben, gemixt mit meinen persönlichen Eindrücken und Anmerkungen zu den Höhe- und Tiefpunkten der Geschichte.
Nach der letzten Folge, die sich ja hauptsächlich um Xander gedreht hat, haben wir es diesmal mit einem Abenteuer zu tun, in welches die ganze Scoobie-Gang involviert ist zu tun. Dennoch gibt es auch hier Personen, welche in der Geschichte mehr zur Geltung kommen, in diesem Fall sind dies Lily, Dawn und Willow. Und natürlich Buffy, wobei diese als Hauptcharakter anders zu bewerten ist.
Doch fangen wir am Besten ganz von vorne an:
Die erste Szene ist eine Art Zusammenfassung der Visionen unserer vier Hauptjägerinnen Buffy, Faith, Dawn und Kennedy. Die Interpretation dieser Szene überlasse ich den Lesern, jedoch wird klar gemacht, dass die durch die Visionen angekündigten Ereignisse unmittelbar bevorstehen.
In den nächsten Abschnitten erfährt man ein wenig mehr über Lily's dunklen Plan und vor allem dass Dawn in ihrer Funktion als Schlüssel ein tragende Rolle darin spielen wird. Hier wird etwas bestätigt, was ja in vergangenen Folgen schon öfters angedeutet und in den Foren teilweise auch schon vermutet wurde. Das offizielle Forum zu Projekt 8 kann übrigens über die offizielle Homepage (derzeit auf www.projekt8.de.vu) erreicht werden, für alle deren Interesse an der virtuellen Staffel etwas tiefer geht.
Nachdem wir kurz über die Befindlichkeit der in Trennung lebenden WG-Partner Xander und Andrew aufgeklärt worden sind besuchen wir Willow in ihrer Studentenbude, zu der wir in den darauffolgenden Szenen immer wieder zurückkehren. Unsere Lieblings-Hexe ist durch ihre Berufung als Hüterin, ihre magischen Fähigkeiten und ihre "neutrale", vom Rat etwas distanzierte Position sowas eine Anlaufstelle für die Probleme und Sorgen der die gesamte Gruppe geworden.
Hier wäre zuerst Dawn zu erwähnen, die durch einem Zauber von Lily wieder auf ihre Schlüsselkräfte aufmerksam geworden ist und nun bei Willow Rat sucht. Dann noch Faith und Xander, welche beide Eve's wahre Identität geklärt haben wollen. Was auch notwendig erscheint, da wieder ein weiteres Date zwischen Xander und seiner Chefin ins Wasser fällt, weil Faith die vermeintliche Dämonen-Lady, welche sie ja aus Silent Hill zu kennen meint, wütend angreift und verletzt. Und zu guter Letzt auch noch Kennedy die sich von ihrer Freundin Aufklärung bezüglich ihres visionären Traumes erhofft, welcher ja schon am Anfang dieses Reviews erwähnt wurde.
Hier wird auch sehr gut der Druck unter dem Willow schon die ganze Staffel lang steht verdeutlicht, da sie ja neben den Sorgen ihrer Freunde auch noch mit ihren eigenen fertig werden muss, wie zum Beispiel den anstehenden Collegeabschluss und die noch immer unangenehmen Visionen. Dass sie jedoch auch teilweise selbst Schuld daran hat, wird später verdeutlicht als sie der Gang wieder beisteht, anstatt sich um ihr Studium zu kümmern. Man kann hier gut sehen, wie schwer es Willow fällt ihre Bestimmung und ihr angestrebtes Leben miteinander zu vereinen - ein Konflikt, der den Buffyfans wohl kaum fremd sein dürfte.
Die Szenen mit Willow wechseln sich mit Abschnitten ab, in denen wir einen kurzen Blick in die aktuellen Beschäftigungen der anderen Scoobies werfen können: Buffy's neuer Job, Xander's Versuch Eve endlich etwas näher zu kommen, welcher trotz Faith's Attacke schlussendlich mit dem ersten Kuss belohnt wird, und einer weiteren Szene mit Giles und Lily, in dem die ominösen Münzen, mit welchen D'Hoffryn Willow in "Mine to Give" gefangen gehalten wurde, wieder zur Sprache kommen.
Und hier, kurz vor Ende des ersten Aktes möchte ich erstmals einen kleinen Kritikpunkt aufwerfen und zwar betrifft dies die Länge der Episode. Diese ist unter anderem auch in den oben erwähnten Dialogen und Szenen spürbar, vor allem wenn ich an das Gespräch zwischen Buffy und Emma denke oder auch die Unterhaltung zwischen Lily und Giles über Dawn als Schlüssel. Solche eher trockenen Dialoge, die nicht wirklich sehr viel zur Story beitragen, sollten in einer Episode, die eigentlich mehr auf große Action und Dramatik ausgerichtet ist, eher vermieden werden. Es ist zwar nicht unbedingt schlimm, wenn man viel Lesestoff hat, aber dennoch sollte man versuchen die "Episodenlänge" nicht zu sehr zu überschreiten. Als optimal habe ich bisher 60 - 80 Seiten empfunden, auch wenn es klar ist, dass man gewissen Folgen aufgrund komlexerer Handlungsstränge etwas Überlänge zugestehen muss.
Soviel mal dazu, der erste Akt endet jedenfalls mit einer Szene, die wir bei "Buffy" wohl schon öfters gesehen haben: Buffy patrouilliert auf einem Friedhof...
Der zweite Akt schließt direkt daran an und Buffy trifft auf besagtem Friedhof auf eine kleine Gruppe Grabräuber, welche nach kurzem Kampf das Weite suchen. Abgesehen von einem Dämonen namens Regil, den Buffy nach einem kurzen Verhör jedoch auch laufen lässt. Schließlich findet Buffy das, wonach die Grabräuberbande gesucht hat - ein altes Buch, in welchem anscheinend auch unseren Reiter-Freunden ein Kapitel gewidmet ist. Buffy bringt es zu Giles, damit dieser die darin enthaltenen Informationen entschlüsseln kann.
Währenddessen entwedet Lily die Münzen aus dem Safe des Ratsgebäudes. Den Code hat sie von Giles bekommen und es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass Lily kurz nachdem sie das Vertrauen von Giles mit der Übergabe der Safekombination symbolisch überreicht bekommen hat, dieses auch gleicht schamlos ausnutzt und missbraucht. Auch wird in dieser Szene deutlich, dass es Lily war die Regil und seinen Kollegen beauftragt hat, nach dem Buch auf dem Friedhof zu suchen. Zwar kann der Dämon nicht mit dem Buch dienen, doch verspricht er der Wächterin eine Abschrift des Zaubers von einer anderen Quelle zu besorgen...
In der nächsten Szene und am nächsten Morgen konfrontiert Willow ihre Freunde mit der Tatsache, das sie sich nicht im Stande sieht die Sorgen aller anderen mit zutragen, da sie selbst genügend davon hat, wobei ihre Freunde größtenteils Verständnis dafür zeigen. Nur Dawn ist wenig glücklich darüber, vor allem weil Willow ihr kleines Geheimnis nicht länger hüten möchte und Dawn ein Ultimatum stellt. Die Konstellation in der Szene mit Willow und Dawn ist besonders interessant, da Willow, welche unter ihrem Doppelleben leidet Dawn indirekt dazu drängt deren zweite Identität nicht länger zu leugnen. Die junge Jägerin flüchtet vor ihren Freunden und trifft dabei auf Lily, welcher sie ihr Leid klagt. Lily kann sie dann auch beschwichtigen lädt Dawn schließlich ein, mit ihr ins Kino zu gehen...
Willow führt inzwischen einen komplizierten und nicht unriskanten Zauber durch, welcher endlich die Verhältnisse um Eve aufklärt und Faith und Xander für's erste zufriedenstellt. Giles ist nicht sehr glücklich über den gefährlichen Zauber, was jedoch eher daran liegt, dass er nicht darüber informiert wurde - dieses Kommunikationsproblem innerhalb der Gang, wird im Laufe der Episode mehrfach angesprochen und betrifft neben Giles vor allem Xander, welchem dies schwer zu schaffen macht. Was Eve angeht, so wird diese vorerst als "Normalo" entlarvt, was wiederum für Faith Grund zur Sorge ist, da sie so ihre Ängste um den Verlust ihrer kleinen Familie keinem Bösewicht zuordnen und somit bekämpfen kann.
Wie auch immer, die neu gewonnen Erkenntnisse aus Buffy's Buch sind Grund genug für eine ausgiebige Recherche, wodurch auch Robin Wood und Ronah ihre Auftritte bekommen. Da Buffy aber nicht unbedingt eine Leseratte ist, versucht sie in Mo's Dämonenbar den Grabräuber-Dämon Regil auszuquetschen und gerät dabei auch in einen kleinen Streit mit Mo. Inwiefern dieser Konsequenzen mit sich ziehen wird bleibt abzuwarten, denn aufmerksamen Lesern wird wohl nicht entgangen sein, dass auch der gutmütige Mo etwas zu verbergen hat - Stichwort "Malkuth".
Wichtiger ist jedoch vorerst, dass Buffy durch Regil auf einen neuen vermeintlich "Big Player" in Cleveland's Unterwelt aufmerksam gemacht wird: Die Organisation, eine Art Dämonen-Mafia. Buffy macht sich auch gleich zu einem Stützpunkt dieser Gruppe auf um an Informationen über die Reiter zu kommen, muss sich aber schlussendlich geschlagen zurückziehen.
Immerhin kann sie aber ihren Freunden die erhaltenen Informationen über die neuen Schurken mitteilen, woraufhin man beschließt die Sache genauer zu untersuchen. Auffallend hierbei ist, dass auch Andrew's Anwesenheit gefordert und befürwortet wird und zwar von Buffy und Giles. Dies und auch das Gespräch zwischen Willow und Xander im ersten Akt machen dem Leser deutlich wie sehr sich Andrew inzwischen schon in die Gruppe integriert hat und das ihm schon ein gewisser Respekt entgegenbegracht wird. Hier möchte ich dem zuständigen Autor ein Lob aussprechen, da er es geschafft hat, Andrew glaubwürdig in den Kreis der Gruppe zu integrieren ohne dies von Anfang an durchscheinen zu lassen. Wie Lily so hat auch Andrew's Figur im Laufe der Staffel und besonders in den letzten Episoden immer mehr an Reiz gewonnen.
Allerdings ist Xander da wohl anderer Meinung, denn der ist auf Andrew nicht gut zu sprechen und sein Verhalten erinnert an jenes, dass er gegenüber Angel und Spike an den Tag gelegt hat.
Danach kommen wir zu Lily und Dawn, womit die Haupthandlung der Episode eingeläutet wird. Die Wächterin fährt mit Buffy's Schwester ins Kino, nur um sie dort entführen zu lassen. Dass sie danach Buffy, Giles und Co. über Dawn's Entführung informiert scheint etwas unlogisch, wird dann aber später doch recht plausibel damit erklärt, dass Lily doch nicht bereit ist alles für ihr Ziel aufzugeben - vor allem nicht die neu entdeckte Liebe zu Rupert. Dieser Umstand verpasst dem ohnehin schon glänzend geschriebenen Charakter einen weiteren, interessanten Schliff, welcher auch auf eine interessante Entwicklung der Figur in den letzten Folgen hoffen lässt.
Während Lily mit Hilfe von Regil und einigen seiner Kollegen ihr doppeltes Spiel weiter durchzieht, machen sich Buffy, Faith, Kennedy und Ronah nochmals zum Quartier der Dämonenmafia, einer Fischfabrik, auf um dort nach Anhaltspunkten für Dawn's Verbleib zu suchen, da Willow's Lokalisationszauber blockiert zu sein scheinen. Bevor sich Buffy jedoch auf den Weg macht, erfährt sie noch von Dawn's Jägerinnen-Dasein. Willow, Giles und der Rest der Gang arbeiten derweilen weiter an der Aufschlüsselung von Buffy's Buch.
Im vierten Akt wechseln dann die Szenen zwischen Lily's geheimen Versteck, einer Höhle, der Fischfabrik der Dämonenmafia und der Ratszentrale.
Es wird hier Lily's Plan offenbart, die Jägerinnenlinie zu schließen, wodurch es wieder nur eine Jägerin geben würde, welche der Rat dann besser kontrollieren könnte. Dies soll mit Hilfe von Dawn's Schlüsselenergie, den Münzen von D'Hoffryn's und dem von Regil gelieferten Zauber geschehen. Mit dem Haken, dass Dawn durch diese Prozedur wieder in ihre Urform zurückverwandelt werden würde...
Buffy's Jägerinnenteam kämpft sich derweilen durch die Fischfabrik bis hin zu einem unfreiwilligen Informanten, der nach kurzem Widerstand die gewünschten Informationen preisgibt, wodurch Buffy von Lily's Plan und deren Verbindung zur Dämonenorganisation erfährt. Diese Szenen sind actionreich und gut geschrieben und bieten einen guten Kontrast zu den Szenen mit Lily und jenen der Scoobies dar. Es ist allerdings schade, dass Nebencharaktere wie Ronah und Kennedy in letzter Zeit fast nur mehr in den Kampfszenen aufscheinen.
Die Gang ist mittlerweile auch nicht untätig gewesen und hat inzwischen herausgefunden, was mit dem im Buch beschriebenen Zauber bewirkt werden soll. Allerdings wird diese Erkenntnis durch das Auffliegen von Lily's wahren Plänen etwas in den Schatten gestellt und vor allem Giles scheint durch diese Nachricht von Buffy in eine Art Schockzustand versetzt zu sein. Das Giles hier und in den darauffolgenden Szenen scheinbar so gelassen bleibt, während dem Leser seine durcheinander geratene Gefühlswelt nur kurz offenbart wird, hat mir sehr gut gefallen und wurde auch glaubwürdig in Szene gesetzt, ohne dass zuviel Aufmerksamkeit vom Hauptplot genommen wurde.
Jedenfalls machen sich Buffy's Gruppe und der Rest der Gang zu Lily's jetzt nicht mehr geheimen Versteck auf, um die Wächterin von ihren Plänen abzuhalten. Doch es ist bereits zu spät, Lily hat schon mit dem Zauber begonnen und Dawn ist bald darauf nur mehr ein bunter Lichtball. Bevor Lily die Formel zu Ende aufsagen kann, kommen jedoch die Scoobies bei der Höhle an und liefern sich mit den Dämonen aus den Beständen der "Organisation", einen erbitterten Kampf und Lily sieht sich schließlich gezwungen, den Zauber abzubrechen und zu verschwinden, in der Hoffnung, dass sie noch nicht entlarvt wurde. In diesen Szenen haben die Autoren etwas mit der zeitlichen Abfolge experimentiert, was ihnen sehr gut gelungen ist. Der Mut etwas aussergewöhnliches zu probieren kann hier zweifelsohne honoriert werden.
Die Jägerin und ihre Mitkämpfer sind erwartungsgemäß schockiert über Dawn's Zustand, nachdem sie die Dämonenwächter ausgeschalten haben und in der Höhle ankommen. Doch dank Willow und Giles hat Dawn's letztes Stündlein noch nicht geschlagen. Mit Hilfe eines weitere Zaubers begibt sich die Hexe in Dawn's Heimatdimension, einer Lichterwelt die so abgehoben rüberkommt als wäre sie einem dieser japanischen Manga's entsprungen. Diese ganze Geschichte um Dawn's wahre Herkunft und um den Lichtergott war mir teilweise schon etwas zu abgedreht für Buffy, allerdings war die Reise für allem für Dawn und ihre weitere Entwicklung wichtig. Ausserdem ist es sicher sehr schwierig solche Fantasiewelten nur anhand von geschriebenen Text gut und glaubhaft rüberzubringen. Etwas überrascht hat hier noch, dass Dawn als Schlüssel nicht einmalig zu sein scheint, wovon ich bisher immer ausgegangen bin. Dies schwächt auch etwas ihren mystischen Hintergrund, da sie ja somit auch "nur" eine fremde Lebensform ist.
Nichts desto Trotz liefert das Gespräch zwischen Willow, Dawn und dem Lichtergott reichlich Nahrung für weitere Spekulationen betreffend Dawn und ihrem weiteren Schicksal. Vorerst bleibt uns Buffy's kleine Schwester aber noch in der gewohnten Form erhalten, und der Tag scheint gerettet zu sein.
Originell eingebaut wurde hier auch die Handlungsüberschneidung mit den Ereignissen der 5. Angel- Staffel (aus Folge 16 und mit Ausblick auf Folge 20), welche sich ohne Probleme in die Geschichte einfügt.
Die Endszene stellt eine Art Cliffhanger dar und es zeigt sich, dass Lily's Zauber nicht unbedingt das bewirkt hat, was diese im Sinn hatte - die Auferstehung der apokalyptischen Reiter, von denen zumindest drei den Weg in unsere Dimension finden...
Fazit:
Eine ereignisreiche Episode die nicht mit Schockmomenten spart und in Spannung und Dramatik wohl den Höhepunkt der bisherigen Staffel darstellt. Zugleich werden die Weichen für die finalen Folgen gestellt und man darf schon gespannt sein, was uns noch bevorsteht. Schreib- und Erzählstil sind in gewohnt sehr guter Projekt-8-Qualität, auch wenn man in dieser Hinsicht nicht ganz an die besten Episoden der virtuellen Staffel heranreicht, wie z.B. Folge 13.
Die größte Überraschung dieser Episode war für mich sicher, das Lily ihre Pläne bereits 7 Folgen vor dem großen Finale in die Tat umsetzt, was ja auch die vermutlichen Oberfinsterlinge in Gestalt der Todesreiter hervorbringt. Bleibt nur zu hoffen, dass noch genügend spannende Geschichten und Storylines für die verbleibenden Episoden übrig sind und dass man sich nicht mit mehreren, eher belanglosen Charakter-Episoden bis zum Endkampf hinüberretten muss. Vielleicht sollte man sich da etwas von der 4. Angel-Staffel abgucken, deren epochaler Story-Arc sich hervorragend über die ganze Staffel gespannt hat.
Gut gefallen hat mir auch die Erwähnung der parallel laufenden Angel-Staffel und den dort vonstatten gehenden Ereignissen, was die Glaubwürdigkeit der Staffel natürlich weiter aufrechterhält und stärkt.
Kritikpunkte gibt es diesmal so gut wie gar keine, wenn man von der Überlänge absieht, die ich aber aufgrund der Wichtigkeit dieser Folge und den vielen Ereignissen nicht allzu tragisch nehme. Dennoch sollte gerade dieser Kritikpunkt in die weitere Arbeit einfliessen lassen, da Quantität nicht unbedingt für Qualität stehen muss, was sich auch in diesem Fall nicht ganz leugnen lässt, auch wenn das Ergebnis diesmal alles in allem sehr gut war. Als ein weniger positives Beispiel sei hier noch Episode 6 erwähnt.
Man könnte auch noch anbringen, dass der Schluss der Folge etwas abgeschnitten wirkt, allerdings nehme ich an, dass die nächste Folge ziemlich nahtlos die Ereignisse dieser Episode übernehmen und fortführen wird, weshalb dieser Kritikpunkt vorerst hinfällig ist.
Weniger Kritik an der Episode, sondern vielmehr an der ganzen Staffel wäre noch im Bezug auf die Hüterin bzw. deren Nicht-Vorhandensein anzubringen. Schließlich ist es ja so, dass bis zur aktuellen Episode Willow zwar als Hüterin bezeichnet wird, aber niemand wirklich weiss, was das zu bedeuten hat, wodurch diese Entwicklung bis jetzt nahezu bedeutungslos war. Ich gehe aber davon aus, dass wir hierzu in den nächsten Episoden mehr erfahren werden.
Ansonsten wurden Willow und auch alle anderen Charaktere sehr gut bis hervorragend in die Geschichte integriert, selbst wenn sie wie Andrew, Faith oder Xander nicht unbedingt im Vordergrund gestanden sind. Besonders hervorzuheben wäre diesmal vielleicht auch noch Dawn, deren Storyline bis jetzt eher zu den schwächeren gehörte und deren "Höhepunkte" sich auf die ebenfalls nicht gerade berauschenden Romanze mit Shin beschränkten. Nach den Ereignissen der aktuellen Folge sollte aber auch dieser Schwachpunkt hinfällig sein.
Auf jeden Fall verdienen alle beteiligten Autoren für diese Episode, die bis jetzt sicher die wichtigste der ganzen Staffel darstellt, und auch für die Arbeit an der gesamten Staffel eine großen Applaus.
Zur Bewertung: Ich vergebe hier 1-2, weil ich überzeugt bin, dass wir uns auf noch bessere Folgen freuen dürfen und auch weil mir noch das gewisse Etwas zur absoluten Top-Episode gefehlt hat. Wobei man nicht vergessen darf, dass sich diese Bewertung an den Originalepisoden orientiert (von denen sicher nicht alle so gute Noten erhalten würden, um das mal ganz klar zu sagen...).
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Datum:
12.07.2004 | 18:38 |
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| 1 | von
tamara summers am 14.07.2004 um 16:12
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super review, ich bin echt beeindruckt! und trotz der Länge ist jede zeile lesenswert... *g* du kennst dich wirklich gut aus was buffy und p8 angeht und hast auch noch deine eigene meinung dazu... großes lob!! lg tamara
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